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1. Neue ORF-III-Dokumentation "Kampf um den Rauch"
2. Arbeitssucht
3. Hirnstimulation gegen Zittern

1. Neue ORF-III-Dokumentation "Kampf um den Rauch"

"Wie süchtig ist Österreich?" - den Themen Abhängigkeit und Suchtverhalten widmet der ORF in dieser Woche einen "bewusst gesund"-Schwerpunkt. Über die Methoden der US-Tabakkonzerne berichtet z.B. heute um 20:15 Uhr die ORF III-Fernseh-Dokumentation. Darin berichtet u.a. Jeffrey Wigand von Drohungen gegen sich und seine Familie - denn: er sagte dem Rauchen den Kampf an. Wigand war ursprünglich Vizepräsident der Forschungsabteilung eines US-Tabakkonzerns, doch er machte die Forschungen mit Nikotin und anderen Zusatzstoffen öffentlich.

Mit: Jeffrey Wigand, ehem. Vizepräsident der Forschungsabteilung eines US-Tabakkonzerns/ Sylvia Hartl, Lungenfachärztin und ehemalige Präsidentin der Österreichischen Gesellschaft für Pneumologie


2. Arbeitssucht

Abgesehen von klassischen Süchten nach Nikotin, Alkohol oder illegalen Drogen: auch nach Arbeit kann man süchtig werden. In den USA geht man zum Beispiel davon aus, dass 5 bis 10 Prozent der Bevölkerung betroffen sind (wir haben ja im Ö1 Mittagsjournal berichtet). Dabei geht es nicht nur um Managerinnen oder Büro-Jobs.
Mit: Margot Peters, Psychiaterin und ärztliche Leiterin des Reha-Zentrums für psychosoziale Gesundheit "Sonnenpark" in Bad Hall

Radiotipp: Unter anderem um Arbeitssucht geht es ab 14 Uhr 05 heute auch im Ö1 Radiodoktor - unter dem Titel "Sucht ohne Drogen - abhängig von Spiel, Sex, Internet oder Arbeit". Informationen zur "bewusst gesund"-Schwerpunktwoche rund um Abhängigkeiten und Suchterkrankungen finden Sie auch online auf unserer Homepage.


3. Dem Gusto davongehen

An Sucht erinnert manchmal unser Verlangen nach Süßem. Doch die Universität Innsbruck weiß Abhilfe und meldet heute: Schon 15-minütiges schnelles Gehen dämpfe das Bedürfnis nach Süßem - selbst nach Stresssituationen und beim Anblick von Süßigkeiten. Das habe ein mehrtägiger Versuch mit 47 übergewichtigen Personen gezeigt, berichten Tiroler Sportwissenschafter.


4. Hirnstimulation gegen Zittern

Jeder Mensch zittert manchmal - etwa wenn der Stress zu hoch ist oder große Aufregung herrscht. Manche Menschen aber zittern immer - und ihnen glauben Neurologinnen und Neurologen helfen zu können, indem sie Nervenzellen im Gehirn mit schwachen Stromstößen behandeln. Die tiefe Hirnstimulation wird auch eines der zentralen Themen bei der diesjährigen Jahrestagung der Österreichischen Gesellschaft für Neurologie sein, die von Mittwoch bis Freitag in Graz stattfindet.
Gestaltung: Elke Ziegler
Mit: Petra Schwingenschuh, Uniklinik für Neurologie Graz


Redaktion: Barbara Riedl-Daser


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