Von Tag zu Tag

Die Metasprache der Kulturen. Gast: Moritz Csáky, em. Ordinarius für Österreichische Geschichte an der Universität Graz, eh. Direktor des Instituts für Kulturwissenschaften und Theatergeschichte an der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, Gründungsmitglied Internationales Forschungszentrum Kulturwissenschaften (IFK), langjähriger Präsident des Wissenschaftsfonds FWF. Moderation: Andreas Obrecht. Anrufe kostenlos aus ganz Österreich unter 0800 22 69 79

Moritz Csáky wuchs dreisprachig auf, musste 1945 aus der Slowakei nach Österreich flüchten mit seiner Familie, die enteignet wurde; er erlebte intellektuelle Weltoffenheit erstmals während seiner Studien in Rom und Paris, wurde schließlich Ordinarius für Österreichische Geschichte an der Universität Graz und gestaltete jahrzehntelang die hiesige Wissenschaftslandschaft mit - u.a. als Präsident des Forschungsförderungsfonds (FWF) oder durch Institutsgründungen, etwa an der Akademie der Wissenschaften.

Für Moritz Csáky, der dieser Tage seinen 80. Geburtstag gefeiert hat, sind Differenz und Heterogenität zentrale Elemente lebendiger Kulturen. Wenn diese Kulturen eine gemeinsame Sprache finden - die sich nicht in gesprochenem Wort, sondern in geteilten Zeichen, Codes, Symbolen etc. äußert -, können erstaunliche Erkenntnisse und Innovationen in Kunst, Wissenschaft und Alltagskultur erzielt werden. Dies hat der Historiker auch anhand eines insgesamt zehn Jahre dauernden Forschungsprojektes über die "Moderne" in Zentraleuropa, an dem mehr als 70 Forscherinnen und Forscher mitgearbeitet haben, exemplarisch dargestellt.

Moritz Csáky ist zu Gast bei Andreas Obrecht.

Service

Moritz Csáky, Georg-Christian Lack (Hg.): Kulinarik und Kultur. Speisen als kulturelle Codes in Zentraleuropa. Böhlau Verlag, 2014

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