Ö1 Kunstsonntag: Tonspuren

Tonspuren

Currer Bell. Das Leben und Schreiben der Charlotte Brontë. Feature von Julia Reuter.

Mit der Veröffentlichung von Elisabeth Gaskells Biografie "Das Leben der Charlotte Brontë" im Jahr 1857 wurde die Autorin von "Jane Eyre" bereits zwei Jahre nach ihrem Tod zu einer Legende. Zumindest in Großbritannien, wo das Werk der Brontë-Schwestern (Emily Brontë schrieb den Roman "Sturmhöhe"/ "Wuthering Heights") zu den nationalen Literaturklassikern zählt.

Der Mythos von den Schwestern Brontë, zu dem Elisabeth Gaskell mit ihrer Biografie wesentlich beigetragen hat, ist eng mit den Hochmooren von Yorkshire verknüpft. Dort, im Pfarrhaus von Haworth, lebten die Brontës und dort sind auch die Handlungen ihrer Geschichten angesiedelt.

Charlotte und Emily, aber auch die dritte Schwester Anne, verfassten ihre Werke unter männlich klingenden Pseudonymen. Alle drei verwendeten den Nachnamen Bell. Charlotte nannte sich Currer Bell. Dass Frauen Romane schreiben, war zu Lebzeiten der Brontës verpönt, es ziemte sich nicht. Deshalb herrschte in der viktorianischen Literaturszene große Aufregung, als die Wahrheit ans Licht kam. Charlottes Hauptwerk "Jane Eyre" empörte die Kritiker, die den Entschluss der Titelfigur, ihr Leben selbst in die Hand zu nehmen, als unweiblich und unchristlich erachteten.

Am 21. April jährt sich der Geburtstag von Charlotte Brontë zum 200. Mal.

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