Journal-Panorama

Europa-Journal

1. Griechenland: Endstation für die Flüchtlinge?
2. Ist Ungarn auf dem Weg von der Demokratie zur Autokratie?
3. Europäische Netzwerke für Erntearbeiter/innen

Moderation: Brigitte Fuchs


Griechenland: Endstation für die Flüchtlinge?

Seit 2014 sind mehr als 10.000 Menschen bei ihrem Versuch über das Mittelmeer nach Europa zu flüchten ertrunken. Diese erschreckenden Zahlen wurden diese Woche vom UN-Flüchtlingshilfswerk UNHCR veröffentlicht. Viele Kriegsflüchtlinge aus Syrien und aus dem Irak schafften die Überfahrt aus der Türkei zu den nahe gelegenen griechischen Insel zwar, sitzen jetzt aber in Hellas fest. Dabei war Griechenland noch im vergangenen Jahr alles andere als gut auf die hunderttausenden Hilfesuchenden vorbereitet. Lange Jahre lag die Asyl-Anerkennungsrate in der ersten Instanz bei 0,1 Prozent. Entsprechend unterentwickelt war auch das Aufnahmesystem. Bis vergangenen Winter gab es weniger als 1000 Aufnahmeplätze für Asylsuchende - und an die zehntausend Menschen, die seit Jahren auf ihren Bescheid warteten. Das von der EU beschlossene System einer Umverteilung der Flüchtlinge funktioniert bisher kaum. Wie sieht die Lage der Flüchtlinge in Griechenland heute aus? Eine Recherche von Alkyone Karamanolis


Ist Ungarn auf dem Weg von der Demokratie zur Autokratie?

Ein Gespräch mit dem regierungskritischen Wirtschaftswissenschaftler Tamás Bauer. (Brigitte Fuchs)


Europäische Netzwerke für Erntearbeiter/innen

Erntehelfer/Innen sind aufgrund der besonderen Arbeitsbedingungen öfters der Gefahr vor Ausbeutung ausgeliefert als andere Berufsgruppen. Menschen mit Migrationshintergrund haben es oft schwer ihre Rechte durchzusetzen. Gewerkschaften kämpfen seit jeher für menschenwürdige Arbeitsverhältnisse in allen Bereichen - auch für die Saisonarbeiter/Innen auf den Erntefeldern. In Wien fand kürzlich eine internationale Tagung der "Sezonieri-Kampagne" statt, die sich für die Rechte der Erntearbeiter/innen einsetzt. Die Kampagne, die nach dem rumänischen Wort für 'Saisonnier' benannt wurde und die von einem Bündnis aus Gewerkschaften, NGOs und sozialen Bewegungen getragen wird, setzt sich zum Ziel, die oftmals miserablen Arbeitsbedingungen auf den europäischen Feldern zu verbessern. Um neue Impulse und Ideen für die Kampagne zu gewinnen, waren Gewerkschafter, Aktivisten und Landarbeiter aus Irland, Italien, der Schweiz und Deutschland eingeladen. Ein Bericht von Alexander Behr

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