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Passagen

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Im Zeit-Raum. Gefahrenzone Populismus - Über die Manipulation demokratischer Diskurse.
Johannes Kaup im Gespräch mit Jan-Werner Müller und Ruth Wodak
(aufgenommen am 11. Oktober 2016 im Großen Sendesaal)
Bearbeitung: Haimo Godler

Um an die Macht zu kommen oder diese zu zementieren, beanspruchen rechte oder linke Populisten, die "wahre" Stimme des "Volkes" zu sein und dem Volkswillen endlich zum Durchbruch verhelfen zu wollen. Populismus erscheint allerorten im Gewand der radikaldemokratischen Bürgernähe, doch genauer betrachtet ist er nicht demokratisch und hat durch seinen manipulativen Umgang mit Fakten und Halbwahrheiten auch gefährliche antidemokratische Folgen.

Johannes Kaup spricht mit Jan-Werner Müller und Ruth Wodak über das Wesen, die Rhetorik und die Akteur/innen des Populismus - und darüber, wie ein demokratischer Umgang damit aussehen könnte.

Jan-Werner Müller lehrt Politische Theorie und Ideengeschichte an der Princeton University. Seine jüngsten Publikationen: "Das demokratische Zeitalter. Eine politische Ideengeschichte Europas im 20. Jahrhundert", "Wo Europa endet. Ungarn, Brüssel und das Schicksal der liberalen Demokratie" und "Was ist Populismus?" Müller ist zurzeit IWM-Fellow in Wien.

Ruth Wodak ist Sprachwissenschafterin an der Universität Wien und eine der renommiertesten Vertreterinnen der kritischen Diskurs-Analyse, Sozio- und Psycholinguistin und wurde mit zahlreichen Wissenschaftspreisen ausgezeichnet. Publikationen zum Thema: "Politik mit der Angst" und "Zur Konstruktion nationaler Diskurse".

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