Schlammpeitzger

CLEMENS RATSCHAN

Vom Leben der Natur

Vom Leben der Natur

Donaubewohner im Wandel der Zeit. Die Umwelthistorikerin Gertrud Haidvogl über die Geschichte der österreichischen Donaufische.
Teil 2: Nase und Barbe.
Gestaltung: Jakob Fessler

Überfischungen, Flussregulierungen und der Kraftwerksbau - Donaufische haben im Laufe der Zeit schon viele Bedrohungen erlebt. Dennoch bietet auch die österreichische Donau bis heute einen wichtigen Lebensraum für zahlreiche Fischarten.

Die Eiszeit drängte einst viele Fischarten zum Überleben an die Donaumündung am Schwarzen Meer. Einige kehrten danach aber wieder zurück in die obere Donau wie etwa viele karpfenartige Fische. Dazu gehören unter anderem die Nase mit der charakteristischen, vorgestülpten Schnauze oder die Barbe mit ihren dicken Maulbarteln.

Ursprünglich wanderten störartige Fische zum Laichen auch regelmäßig von der unteren Donau flussaufwärts bis nach Österreich. Darunter fand sich auch der Hausen. Der mehrere Meter lange Fisch, der über eine Tonne wiegen kann, liefert am Schwarzen Meer bis heute den berühmten Beluga Kaviar.

Stehende Augewässer haben durch die Regulierung und durch Hochwasserschutzbauten ebenfalls abgenommen und somit bestimmte Fischarten zurückgedrängt. Dazu gehört beispielweise der Schlammpeitzger - ein Fisch, der über seinen Darm Luft aufnehmen und so Trockenperioden überdauern kann. Oder der Hundsfisch, ein kleiner Fisch, der mit dem Hecht verwandt ist.

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