Radiokolleg

Radiokolleg - Wunder über Wunder

Das Veränderungspotenzial von Unerklärlichem (1). Gestaltung: Margarethe Engelhardt-Krajanek

Sie sind etwas ganz Persönliches. Sie treten in Erscheinung, wenn sich etwas verändert, und keiner weiß, warum. Wunder müssen nicht erklärt werden, es gibt sie. Und sie fließen in zahlreiche Redensarten ein. "Da wirst Du noch Dein blaues Wunder erleben!" zum Beispiel. "Etwas grenzt an ein Wunder". Oder "Das Wunder ist des Glaubens liebstes Kind!" Und fast immer ist damit eine Wendung zum Guten gemeint. Sie wirken im individuellen Schicksal, und manchmal auch in der großen Politik. So grenzte der Fall der Berliner Mauer für viele Menschen an ein Wunder.

Der Film "Das Wunder von Bern" wiederum erzählt, wie ein Vater seine kriegstraumatischen Erlebnisse überwindet und eine verständnisvolle Beziehung zu seinem halbwüchsigen Sohn aufbaut. Gewähren Wunder einen Blick hinter die Kulissen? Weisen sie auf Prozesse hin, die aus dem Fokus gerückt sind? In der Medizin geben Spontanheilungen den Wissenschafter/innen Rätsel auf. Sind sie ein Indiz für unerforschte Gebiete im Feld der Medizin? Forscher/innen zerbrechen sich weltweit den Kopf über diese unerklärlichen Phänomene, die Betroffene einfach als Wunder erleben.

Service

Literaturhinweise:

Eckart von Hirschhausen: Wunder wirken Wunder. Wie Medizin und Magie uns heilen. Rowohlt 2016

Christian Schubert: Was uns krank macht, was uns heilt. Aufbruch in eine neue Medizin. fischer & gann 2016

Kelly A. Turner: 9 Wege in ein krebsfreies Leben. Irisiana 2015

Herbert Kappauf: Wunder sind möglich. Spontanheilungen bei Krebs. Kreuz Verlag 2011

Daniel Tyradellis, Beate Hentschel, Dirk Luckow: Wunder. Kunst, Wissenschaft und Religion vom 4. Jahrhundert bis zur Gegenwart. Katalog zur Ausstellung der Deichtorhalle Hamburg und der Siemens Stiftung vom 23. September 2011 bis 5. Februar 2012 Deichtorhalle Hamburg; 4. März bis 1. Juli 2012 Kunsthalle Krems.

Jean Clair, Cathrin Pichler, Wolfgang Pircher: Wunderblock. Eine Geschichte der modernen Seele. Herausgegeben von den Wiener Festwochen 1989

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