Feuerwerk

AP/BULLIT MARQUEZ

Lebenskunst

Erfüllte Zeit

1. Altjahrsabend und Neujahrstag: Silvester I. und die Sehnsucht nach Glück
2. Scharf wie Chutney und süß wie Honig: Empowerment für Unternehmerinnen in Tansania
3. Was Leib und Seele zusammenhält: 160 Jahre Österreichisches Hospiz in Jerusalem
4. Eine von "Sieben heiligen Gemeinden" im Burgenland: Kobersdorf und seine jüdische Geschichte
5. Weg und Wahrheit finden - Bibelessay zu Johannes 14, 1-6

Moderation: Doris Appel

1. Altjahrsabend und Neujahrstag: Silvester I. und die Sehnsucht nach Glück

Am 31. Dezember um Mitternacht löst der "Neujahrstag" den "Altjahrsabend" ab, besser bekannt als Silvester, wie der letzte Tag und Abend des alten Jahres hierzulande genannt wird - nach dem katholischen Tagesheiligen vom 31. Dezember, Silvester I. Er war von 314 bis zu seinem Tod am 31. Dezember 335 Papst in Rom. Welche Bewandtnis es mit ihm hat und welche Bräuche sich rund um seinen Gedenktag etabliert haben, dazu hat Wolfgang Slapansky recherchiert.


2. Scharf wie Chutney und süß wie Honig: Empowerment für Unternehmerinnen in Tansania

Alle Jahre wieder ... oder eher: Es zieh'n aus weiter Ferne ... In dieser Zeit vor dem Dreikönigstag sind sie wieder unterwegs in ganz Österreich: Die Sternsinger und Sternsingerinnen der Katholischen Jungschar. Verkleidet als Kaspar, Melchior und Balthasar sammeln die 85.000 Mädchen und Buben auch heuer wieder Spenden für Hilfsprojekte in Afrika, Asien und Lateinamerika. Ein Schwerpunktland der diesjährigen Sternsinger-Kampagne ist das ostafrikanische Tansania. Das Land mit etwa 53 Millionen Einwohnerinnen und Einwohnern - zu ungefähr gleichen Teilen Muslime und Christen - gilt im Gegensatz zu vielen anderen afrikanischen Staaten als weitgehend frei von Konflikten zwischen den zahlreichen Ethnien. Doch mit der Wirtschaft und der Ernährungssituation sieht es dagegen alles andere als rosig aus. Die Dreikönigsaktion unterstützt Projekte, die wiederum Frauen stärken, als Unternehmerinnen Produkte wie Chutney und Honig herzustellen und gewinnbringend zu verkaufen. Davon konnte sich Alexandra Mantler an Ort und Stelle überzeugen.


3. Was Leib und Seele zusammenhält: 160 Jahre Österreichisches Hospiz in Jerusalem

Seele und Leib werden ja bekanntlich durch Essen und Trinken zusammengehalten. Auch durch einen Apfelstrudel, eine Melange oder etwa eine herzhafte Brettljause. Doch nein, es ist nicht von einem Wiener Traditionslokal die Rede, sondern vielmehr vom Kaffeehaus im Österreichischen Hospiz in Jerusalem. Pilgerinnen und Pilger aus Österreich sollen sich dort wie zu Hause fühlen, auch in kulinarischer Hinsicht. Im Herzen der Jerusalemer Altstadt, an der Via Dolorosa, liegt es, das "Österreichische Pilgerhospiz zur Heiligen Familie", wie es mit vollem Namen heißt. Im soeben zu Ende gegangenen Jahr hat das Haus seine Grundsteinlegung gefeiert: Vor 160 Jahren, im Jahr 1856, ist mit dem Bau begonnen worden. Darauf wurde auch bei einer Veranstaltung in Wien eingegangen.
Markus Andorf hat bei der Gelegenheit mit Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern gesprochen, die das Österreichische Hospiz von heute als ihre zweite Heimat bezeichnen.


4. Eine von "Sieben heiligen Gemeinden" im Burgenland: Kobersdorf und seine jüdische Geschichte

Von Jerusalem ins Burgenland, genau genommen ins Mittelburgenland, wo es einst große und lebendige jüdische Gemeinden gegeben hat. Eine der sogenannten "Sieben heiligen Gemeinden" war und ist bis heute Kobersdorf. Alle sieben Gemeinden - Eisenstadt, Mattersburg, Kittsee, Frauenkirchen, Lackenbach, Deutschkreutz und eben Kobersdorf - standen unter dem persönlichen Schutz der Fürsten Esterházy. Aus Österreich wurden die Jüdinnen und Juden im 17. Jahrhundert vertrieben - hier, im damaligen Westungarn, konnten sie sesshaft werden.
Wolfgang Slapansky hat sich gemeinsam mit der Historikerin und Publizistin Tina Walzer auf Spurensuche nach der einst so blühenden jüdischen Kultur in Kobersdorf begeben.


5. Weg und Wahrheit finden - Bibelessay zu Johannes 14, 1-6

Der 1. Jänner gilt in der katholischen Kirche als Weltfriedenstag und als Hochfest der Heiligen Maria. Die Evangelienstelle vom Tag erzählt - nach Lukas - unter anderem von der Beschneidung des Jesuskindes (Lk 2, 16-21). Ist doch der 1. Jänner der achte Tag nach Weihnachten - und nach jüdischem Brauch wird am achten Tag nach der Geburt eines Buben seine Vorhaut entfernt. In den anglikanischen, orthodoxen, altkatholischen und evangelischen Kirchen wird übrigens der 1. Jänner nach wie vor als Tag der Beschneidung und Namensgebung Jesu begangen. Zu hören ist in evangelischen Kirchen allerdings am 1.1.2017 ein Abschnitt aus dem Johannesevangelium. Er dürfte gegen Ende des ersten Jahrhunderts verfasst worden sein und erzählt vom Abschied Jesu von seinen Jüngern; von Worten des Trostes und der Hoffnung. Gedanken dazu hat sich der evangelisch-reformierte Pfarrer Johannes Wittich gemacht.


entschwunden nicht
aufgehoben jedoch
die tage des vergangenen jahres

entzogen
dem vergessen
und der verantwortungslosigkeit

eingeordnet
selbst meine unzulänglichkeiten
ins system der unendlichkeit

Service

Thomas Schlager-Weidinger, "offene morgen. theopoetische texte zur advents- und weihnachtszeit", Verlag echter

Dreikönigsaktion - Hilfswerk der katholischen Jungschar
Österreichisches Hospiz in Jerusalem
MEMO am 1.1.2017: "Von hochfürstlichen Schutzjuden und koscherem Wein"

Sendereihe

Playlist

Komponist/Komponistin: Johann Sebastian Bach/1685 - 1750
Gesamttitel: WEIHNACHTSORATORIUM BWV 248 , Oratorium in 6 Teilen / Gesamtaufnahme
Titel: 1. Fallt mit Danken, fallt mit Loben / Nr.1 Chor (00:04:55)
4.Teil: Am Neujahrstage
Leitung: Ralf Otto
Orchester: Concerto Köln
Chor: Vokalensemble Frankfurt
Solist/Solistin: Ruth Ziesak /Sopran
Solist/Solistin: Monica Groop /Alt
Solist/Solistin: Christoph Pregardien /Tenor
Solist/Solistin: Klaus Mertens /Baß
Länge: 04:55 min
Label: Capriccio 600252

Komponist/Komponistin: Michel Richard Delalande/1657 - 1726
Titel: MISERERE MEI, DEUS, S.27 - Motette für Soli, Chor und Orchester
* 17. Ecce enim veritatem / 2 Chöre (00:01:36)
Solist/Solistin: Linda Perillo /Sopran
Solist/Solistin: Patrizia Kwella /Sopran
Solist/Solistin: Howard Crook /Countertenor
Solist/Solistin: Herve Lamy /Tenor
Solist/Solistin: Peter Harvey /Bariton
Chor: Choeur de la Chapelle Royale
Orchester: Orchestre de la Chapelle Royale
Leitung: Philippe Herreweghe
Länge: 01:36 min
Label: Harmonia mundi France HMC 9013

Komponist/Komponistin: Dimitur Hristov/geb.1933
Album: THE MALE VOICES OF BULGARIA / VOL.1 : HYMNEN UND GESÄNGE DER LITURGIE
Titel: Wo tsarstwijem twojem / Erinnere dich an uns in deinem Königreich
Chor: The Male Voices of Bulgaria
Choreinstudierung: Marcel Verhoeff
Länge: 02:26 min
Label: Koch Schwann 314892 H1

Komponist/Komponistin: Eric Bibb
Album: BOOKER'S GUITAR
Titel: One soul to save
Solist/Solistin: Eric Bibb /Gitarre, Gesang m.Begl.
Länge: 03:01 min
Label: Telarc/Edel 31756 Tel

Komponist/Komponistin: Claudio Monteverdi/1567 - 1643
Titel: VESPRO DELLA BEATA VERGINE - Marienvesper mit Magnificat < Continuo Fassung >
* 10. Nr.10 : Lauda Jerusalem / Psalm 147 (00:04:25)
Leitung: Hermann Max
Solist/Solistin: Johanna Koslowsky /Sopran
Solist/Solistin: Martina Lins /Sopran
Solist/Solistin: Kai Wessel /Alt
Solist/Solistin: Arno Tabertshofer /Alt
Solist/Solistin: Wilfried Jochens /Tenor
Solist/Solistin: Markus Brutscher /Tenor
Solist/Solistin: Reinhard Dingel Schulten /Tenor
Solist/Solistin: Hans Georg Wimmer /Baß
Solist/Solistin: Stephan Schreckenberger /Baß
Chor: Rheinische Kantorei
Ausführender/Ausführende: Hildegard Perl /Viola da gamba
Ausführender/Ausführende: Robert Sagasser /Kontrabaß
Ausführender/Ausführende: Lee Santana /Chitarrone
Ausführender/Ausführende: Rien Voskuilen /Orgel
Länge: 04:25 min
Label: EMI CDC 7545462

weiteren Inhalt einblenden