Religion aktuell

1. Frauensprecherin der IGGÖ "unglücklich" über Kopftuchdebatte
2. Ausbildung von Imamen in Österreich

1. Frauensprecherin der IGGÖ "unglücklich" über Kopftuchdebatte

Neuer Zündstoff für die Kopftuchdebatte: Die Islamische Glaubensgemeinschaft in Österreich hat auf ihrer Website bekanntgegeben, dass das Tragen von Kopftüchern für Frauen „ein religiöses Gebot“ sei - und zwar auch für Mädchen ab der Pubertät. Wir haben gestern darüber berichtet. Von Seiten der Politik hagelt es Kritik. Und auch innermuslimisch gärt es - denn längst nicht alle Musliminnen und Muslime betrachten das Tragen eines Kopftuchs als verpflichtend. Die Frauenbeauftragte der islamischen Glaubensgemeinschaft Carla Amina Baghajati ist unglücklich mit dem Debattenverlauf, sie versucht noch einmal die Wertigkeiten zurechtzurücken.


2. Ausbildung von Imamen in Österreich

Das laut dem neuen Islamgesetz vorgeschriebene neue Studium für islamische Theologie an der Universität Wien nimmt immer konkretere Formen an. Vor kurzem ist ein "Institut für Islamisch-theologische Studien" neu geschaffen worden, und für Herbst ist der Start eines Bachelor-Studiums geplant, wo islamische Seelsorgerinnen und Seelsorger ausgebildet werden sollen, aber auch Imame, also Vorbeter in Moscheen. Letztere sind bisher de facto ja alle in muslimischen Herkunftsländern ausgebildet worden, was immer wieder für Kritik gesorgt hatte, etwa wegen oft mangelnder Deutschkenntnisse. - Gestaltung: Andreas Mittendorfer


Moderation: Roberto Talotta

Service

Islamische Glaubensgemeinschaft in Österreich
Universität Wien: Institut für Islamische Studien

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