Große Leidenschaft eines kleinen Buben für Wörter und Kämpfe

"Billy the Kid". Von William Golding. Aus dem Englischen von Hermann Stiehl. Es liest Michael Rotschopf. Gestaltung: Stefanie Zussner

"Ich war schwierig. Niemand hatte mir bis dahin gesagt, dass es außer mir etwas gab, das zählte." Der sensible, träumerische Billy beschreibt seine ersten Schultage, auf die er sich vor allem freut, weil sie ihm Kämpfe bringen sollen. Dass es auch um Disziplin und um Zahlen gehen soll, ist dem Jungen mit der großen Leidenschaft für Wörter nicht bewusst.

Er wartet voll Sehnsucht auf die Pause zwischen elf Uhr und elf Uhr fünfzehn und das Herumbalgen mit den anderen Jungen. Doch eines Tages stellen sich die anderen Kinder gegen ihn ...

Der am 19. September 1911 in Cornwall geborene William Golding begann bereits im Alter von sieben Jahren zu schreiben. Noch vor Abschluss des Studiums der Naturwissenschaften und der englischen Literatur erschien sein erster Gedichtband. Ab 1939 lehrte er in Salisbury Englisch. Prägend für seine weitere Arbeit wurden die Teilnahme als Marineoffizier am Zweiten Weltkrieg und seine Kriegserfahrungen.

1954 erschien sein größter Erfolg "The Lord of the Flies" ("Herr der Fliegen"), der zuvor von mehr als zwanzig Verlagen abgelehnt worden war. Diese Robinsonade einer Gruppe von gestrandeten Schülern wurde in Großbritannien und den USA zum Bestseller. 1983 erhielt William Golding den Nobelpreis für Literatur, 1993 starb er in seiner Heimat Cornwall.

Service

William Golding, "Billy the Kid" aus "Spiele ohne Ende. Erzählungen aus hundert Jahren S. Fischer Verlag", ausgewählt von Hans Bender, S. Fischer Verlag

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