St. Paul's Cathredal in London

AP/KIRSTY WIGGLESWORTH

Europa-Journal

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Brexit - und was dann ?
Agathe Zupan im Gespräch mit London-Korrespondentin Cornelia Primosch
Moderation: Elisa Vass

Das Jahr 2018 wird für Großbritannien ein entscheidendes werden. Heuer muss sich klären, wie die künftigen Beziehungen des Vereinigten Königreiches nach dem Ausstieg aus der Europäischen Union ausschauen werden - konfliktgeladen, voller Streit ums Geld und die Handelsbeziehungen, oder doch entspannter, geregelt durch ein Abkommen, das die Trennung sauber und für beide Beteiligte verträglich macht? Welche der beiden Varianten - schmutzige Scheidung oder friedvolles Auseinandergehen - zum Tragen kommt, läßt sich nicht mit Sicherheit sagen. Klar ist nur, dass die derzeitige konservative britische Regierung am Austrittstermin 31. März 2019 unbedingt festhalten will.

Premierministerin Teresa May kam in den vergangenen Monaten ziemlich unter Druck. Einerseits von der EU, andererseits durch die britische Innenpolitik, die zum Brexit und wie er verlaufen soll Dutzende verschiedene Meinungen innerhalb der im Parlament vertretenen Parteien hat. Dann gibt es auch noch die bekannt heftigen britischen Medien, die die Regierung vor sich hertreiben und schließlich einen Alltag, der zusehendes ungemütlicher wird. Erntehelfer, Abwäscher, Hilfskräfte im Spital kommen überwiegend aus dem EU-Ausland und viele von ihnen verlassen die Insel aus Sorge um ihren künftigen Status. In London müssen Restaurants schließen, weil ihnen das Personal fehlt, in der Landwirtschaft verrotten Ernten auf den Feldern, werden Gärten und Parks nicht mehr gemäht - alles Jobs, die Briten schon lange nicht mehr machen. Viele Facetten hat dieser Ausstieg aus der Europäischen Union. Wie er ablaufen soll und was er verändert, darüber hat Agathe Zupan für dieses Europa-Journal Spezial zum Brexit-Jahr 2018 mit unserer London-Korrespondentin Cornelia Primosch gesprochen.

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