Hände Kneten Teig

APA/dpa-Zentralbild/Jens Büttner

Alte Kunst und neue Klänge

Bäcker Georg Öfferl beim Festival Krust & Krume
Galerie der Klänge: die Space Palette

Bäcker Georg Öfferl beim Festival Krust & Krume

Zunehmend mehr Menschen kaufen bewusst nachhaltig, biologisch und regional hergestellte Lebensmittel. Um eben jene interessierten Konsumenten mit hervorragenden Bäckern zu vernetzen, hat die Brotliebhaberin Barbara van Melle vor zwei Jahren das "Kruste & Krume Festival" ins Leben gerufen. Im Kursalon Hübner in Wien werden diesen Samstag erneut handwerkliche Verfahren und traditionelle Herstellungsweisen gefeiert. Mehr als 30 Bäcker verkaufen ihr traditionell und regional hergestelltes Brot. Außerdem gibt es beim "Kruste & Krume Festival" auch alles, was zum Selberbacken benötigt wird: Mehl, Werkzeuge und eine Tauschbörse für Sauerteige. Das Brotmuseum Paneum aus Asten gibt Einblicke in die Geschichte des Bäckerhandwerks, und auf einer Bühne zeigen Profibäcker ihr Können.
Einer der hier vertretenen Bäcker ist Georg Öfferl. Im kleinen Gaubitsch im Weinviertel bäckt er bereits in der dritten Generation mit traditionellen Maschinen und viel Know-how. In die Brote kommen ausschließlich biologische und regionale Rohstoffe und keinerlei künstliche Zusatzstoffe.- Gestaltung: Sophie Menasse


Galerie der Klänge: die Space Palette

Sound-Malereien in unterschiedlichsten Klangfarben zu erschaffen - das war der Plan des amerikanischen Musikers und Erfinders Tim Thompson. Für seine Umsetzung entwickelte Thompson ein neuartiges Musikinstrument: die "Space Palette", eine ovale Holzkonstruktion in Form einer überdimensionalen Maler-Palette. Das senkrecht aufgestellte Instrument mit etwa eineinhalb Metern Durchmesser hat gut ein Dutzend Öffnungen in unterschiedlichen Größen, durch die die Hände bewegt werden. Eine 3D-Kamera, wie sie auch in Videospielkonsolen verwendet wird, überträgt die Bewegungen an einen Computer, der sie als Klänge ausgibt.
Tim Thompson sieht sich als Vertreter einer neuen Kunstform, die rituelle und zirzensische Elemente aufgreift und abseits von Galerien, Konzertsälen und anderen musealen Institutionen stattfindet. Einer Kunst, die Thompson direkt zu den Menschen bringt und die er als zutiefst demokratisch versteht: Für das Spielen auf und mit dem Instrument ist keinerlei musikalische Vorbildung von Nöten. Es ist völlig intuitiv zu bedienen, je nach den individuellen menschlichen Bewegungen entstehen immer neue Klang-Gemälde.- Gestaltung: Markus Moser






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