Große Straßenkreuzung

AP/JIA ZHENG

Das GPS im Gehirn

Oder: Wie funktioniert die menschliche Orientierung?
Von Anna Masoner

Dank GPS kommen wir heute in einer unbekannten Stadt ohne Probleme von A nach B. Doch was das Smartphone oder das Navi kann, schaffen Menschen und Tiere schon lange. Das Gehirn von Säugetieren verfügt über ein äußerst ausgefeiltes Orientierungssystem. Ähnlich wie das GPS in Handys und Navigationsgeräten bestimmt es, wo wir uns befinden und wohin wir uns bewegen.

Zuständig sind dafür hochspezialisierte Zellen im Gehirn. Und die kennt man noch nicht so lange. Für die Entdeckung und Erforschung dieser sogenannten Orts- und Gitterzellen erhielten 2014 drei Neurowissenschafter den Nobelpreis für Medizin. Von den aufwändigen Positionsberechnungen in unserem Gehirn bekommen wir normalerweise nichts mit. Erst wenn wir uns verlaufen oder unser Orientierungssinn durch Krankheiten beeinträchtigt ist, merken wir, wie wichtig das neuronale Hirn-Navi für unseren Alltag ist.

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