Buchumschlag

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Talent zur Kunst - Träume im Staub

Staub - Von Fluchtgeschichten und zerplatzten Träumen
ATELIER 10: verküsst verwässert dutiert

Staub - Von Fluchtgeschichten und zerplatzten Träumen

"Pack alles ein, was du brauchst!", drängte ich am Telefon. "Ich bin gleich bei dir. Wir fahren zu deinen Eltern. Dort sind wir fürs erste sicher." Zwei Jahre lang haben österreichische Autorinnen und Autoren gemeinsam mit in unser Land geflüchteten Menschen daran gearbeitet, deren Geschichten zu Papier zu bringen. Nun wurde die Publikation mit dem Titel: "Staub - Von Fluchtgeschichten und zerplatzten Träumen" fertiggestellt. Mit dem Werk liegt eine einzigartige Sammlung von Erzählungen direkt Betroffener auf, die auch deutlich zeigt, wie sehr sich der politische Umgang mit "Flucht" und die Lebensrealität von Flüchtenden in den letzten beiden Jahren voneinander entfernt haben. Dagegen wollten das Unterstützungskomitee zur Integration von MigrantInnen - UKI, und die IG Autorinnen Autoren ein Zeichen setzen. Das gleichermaßen literarische wie gegenwartsgeschichtliche Dokument soll geflüchteten Menschen helfen, ihre gesellschaftspolitische Artikulationslosigkeit zu überwinden. Am 26. April wird das Buch um 19:00 Uhr in den Museumsräumlichkeiten des WUK mit einer Lesung und Ethno-Musik von Sakina & Friends präsentiert.- Gestaltung: Ursula Mürling-Darrer


ATELIER 10: verküsst verwässert dutiert

Das ATELIER 10 eröffnet am 25. April die Ausstellung "verküsst verwässert dutiert". Dabei werden den sehr großformatigen Tuschzeichnungen von Michaela Polacek, über 300 archaisch dunkle Tonfiguren von Franz Nigl gegenübergestellt. Zur Präsentation der Figuren wurde eigens eine Art Bühnenbild gebaut. Sie werden in einer beige-eingefärbten bürgerlichen Wohnstube platziert und bekommen dadurch einen zusätzlich beunruhigenden Charakter. Das ATELIER 10 existiert seit 2012 in der Wiener "Brotfabrik" und ist eine Plattform zur Unterstützung von künstlerischen Talenten, die aus einer rein sozialen Problematik keinen Zugang in den Kunstsektor finden, etwa durch eine Behinderung oder eine nachhaltige Erkrankung. Für die beiden ausstellenden Künstler ist die Erkrankung in ihrer Biografie in Bezug auf ihre künstlerischen Inhalte für Außenstehende übrigens irrelevant. Interessant ist aber, dass sich beide trotz dem Fehlen von üblichen akademischen Referenzen künstlerisch sehr beeindruckend entwickelt haben.
Ungewöhnlich ist bei dem von der Caritas ermöglichten Projekt auch, dass sowohl künstlerische Arbeits- als auch Ausstellungsflächen in einem ehemaligen Industrieloft auf insgesamt 1000 m2 unmittelbar zusammenkommen. Mit dem Atelier und der Galerie ist das "Atelier 10" ein Teil des Kulturangebots in der "Brotfabrik Wien". Am 25. April findet in der Brotfabrik auch ein GalleryWalk statt, bei dem die Nachbargalerien Hilger, Ostlicht, Anzenberger, u.a. bis 21.00 Uhr geöffnet haben.- Gestaltung: Ursula Mürling-Darrer


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Atelier 10
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