BesucherInnen, Spiegelung

re:publica/JAN MICHALKO

POP - Europas größte Netzkonferenz "re:publica 2018"

1. Voreingenommene Algorithmen
Gestaltung: Anna Masoner

2. Fake News
Gestaltung: Anna Masoner

3. Öffentlich-Rechtliche unter Druck
Gestaltung: Julia Gindl

1. "Machine Bias ": Unter diesem Titel veröffentlichte die Rechercheplattform ProPublica 2016 einen vielbeachteten Artikel. Sie nahm darin eine Software auseinander, die in den USA für Richter die Rückfallrate von Straffälligen berechnet. ProPublica konnte nachweisen, dass Afroamerikaner doppelt so oft wie Weiße als rückfallgefährdet eingestuft wurden. Spätestens seit dieser Untersuchung ist klar, Algorithmen sind keine gerechteren Entscheider, allzu oft führen sie Vorurteile einfach fort. Auch zahlreiche Wissenschaftler sind an diesem Thema dran. Eine davon ist Aniko Hannak, von der Northeastern University in Boston. Sie beschäftigt sich mit der Diskriminierung auf Jobvermittlungsseiten und hat darüber mit Anna Masoner gesprochen.

2. Auch der Begriff Fake News hat in den letzten Monaten eine steile Karriere zurückgelegt. Laut dem Websters Dictionary hat der Begriff aber schon mindestens hundert Jahre auf dem Buckel. Richtig groß geworden ist er durch die Diskussion um gezielte Desinformation auf Facebook während des US Wahlkampfes.
Wie groß das Fake News-Problem außerhalb der USA ist, darüber weiß man bisher wenig. Eine der raren Studien zum Thema wurde vor kurzem in Deutschland von der Stiftung Neue Verantwortung vorgestellt. Die Autoren haben sich über sechs Monate angeschaut, welche Rolle Fake News, also gezielte Desinformation, vor der Bundestagswahl im Herbst gespielt haben. Die gute Nachricht: eine eher geringe. Das hat Anna Masoner vom Projektleiter und Studienautor Alexander Sängerlaub erfahren.

3. Parallel zur re:publica findet in der STATION BERLIN - mittlerweile zum fünften Mal - auch ein Medienkongress statt, die Media Convention, die sich mit großen Themen wie dem digitalen Medienwandel und Verantwortung befasst oder mit der Frage, wie Produzentinnen auf Plattformen im Netz agieren und welche Technologien sie einsetzen können. Die Media Convention beschäftigte sich aber auch mit einer anderen sehr populären Debatte, nämlich mit jener um die Notwendigkeit öffentlich-rechtlicher Rundfunkanstalten - nicht zuletzt befeuert durch die No Billag-Initiative zur Abschaffung der Radio- und Fernsehgebühren in der Schweiz Anfang März. Warum Öffentlich-Rechtliche derzeit in vielen Ländern Europa so unter Druck stehen und welche Kritik mitunter berechtigt ist, berichtet Julia Gindl.


Moderation und Redaktion: Franz Zeller
Gestaltung: Julia Gindl

Service

re:publica
Webseite von Aniko Hannak
Medien im digitalen Wandel: Fake News
Our Beeb - The future oft the BBC
Neues aus dem ZDF Fernsehrat Leonhard Dobusch
Public Value ORF
Zukunft der öffentlich-rechtlichen Medien in Deutschland

Sendereihe

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