Zwei Männer auf der Straße in Togo

AFP/UTOMI EKPEI

Die Schmerzmittel-Sucht: Westafrikas Opioid-Krise

Nicht nur in den USA, auch in Afrika sind viele Menschen von Schmerzmitteln abhängig, die leicht verfügbar sind und schnell süchtig machen.
Gestaltung: Laura Salm-Reifferscheidt

In Nord-und Westafrika sind immer mehr Menschen von Tramadol abhängig, einem synthetischen Schmerzmittel. Dieses kommt auf teils legalen, teils illegalen Wegen aus Asien nach Afrika. Auf dem Schwarzmarkt ist es leicht zu bekommen. Terroristische Vereinigungen wie Boko Haram und der IS handeln damit und verdienen daran. In Togo und anderen nord- und westafrikanischen Ländern nehmen es viele Menschen, die harte Arbeit verrichten müssen, Bauarbeiter, LKW-Fahrer, aber auch Studierende, Schüler und Prostituierte. Das Mittel putscht auf und unterdrückt Hunger. Die Entzugserscheinungen sind stark, Überdosen tödlich. Die Folgen sind verheerend. Suchthilfe für die Betroffenen gibt es kaum.

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