Gespräch mit Peter Simonischek +++ Rundgang Manifesta in Palermo

1. Vom Frauenheld zum Grübler
2. Palermos Palazzi und Kirchen bei der Manifesta

Beiträge

  • "Dolmetscher": Peter Simonischek im Interview

    Ein Roadtrip der etwas anderen Art steht im Mittelpunkt der slowakisch-tschechisch-österreichischen Filmproduktion "Dolmetscher" mit Jiri Menzel und Peter Simonischek in den Hauptrollen. Der eine, Menzel, spielt einen 80-jährigen ehemaligen Dolmetscher, dessen Eltern im Zweiten Weltkrieg ermordet wurden, der andere, Simonischek, den Sohn jenes SS-Befehlshabers, der damals das Erschießungskommando leitete. Eine gemeinsame Erkundungsreise durch die Nordslowakei bringt Erinnerungen und verdrängte Fakten zum Vorschein, sorgt aber auch für viel Diskussionsstoff, etwa wenn es um die Schuldfrage der nächsten Generationen geht. Der slowakische Regisseur Martin Sulik inszeniert den selbstgefälligen Frauenheld Georg Graubner und den besonnenen, melancholischen Ali Ungár als tragikomisches Reisegespann und lässt vor allem Peter Simonischek nach und nach vom klamaukhaften Verdrängungskünstler zum nachdenklich reflektierenden Grübler werden.

  • Palermos Palazzi und Kirchen bei der Manifesta

    2018 kommt Palermo doppelt groß heraus: Die sizilianische Haupstadt ist Kulturhauptstadt Italiens und beherbergt zudem die nomadische Kunstschau Manifesta, die alle zwei Jahre in einer anderen Stadt Europas stattfindet. "The Planetary Garden. Kultivating Coexistence" lautet diesmal ihr programmatischer Titel. Präsentiert werden 35 neue Arbeiten, die von Künstlern, Autorinnen, Filmemachern und Architektinnen eigens für Palermo produziert wurden. Die erste Geige spielen in Palermo aber die Palazzi und Kirchen, die die atemberaubenden Schauplätze für diese Kunstwerke abgeben. Viele von ihnen wurden im Rahmen des Kulturhauptstadttitels saniert, andere nur zugänglich gemacht. Das Konzept dazu stammt von Ippolito Pestellini Laparelli, einem in Sizilien geborenen Architekten, der im OMA Studio in Rotterdam mit Rem Kohlhaas zusammen arbeitet.

    Alle Beiträge zur Manifesta:
    oe1.ORF.at

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