Brooklyn 70er Jahre

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Eine Kindheit zwischen Liebe und Gewalt

"Wir Tiere" von Justin Torres. Mit Max Hegewald, David Hofner, Robin Lange, Lennart Lemster, Julian Brinkmann, Daniel Axt, Marina Galic, Paul Schröder, Theresa Berlage u.a. Übersetzung: Peter Torberg. Musik: Fatima Dunn. Bearbeitung und Regie: Elisabeth Weilenmann (NDR 2017).

Es ist der Debüt-Roman des New Yorker Autors Justin Torres. Torres erzählt Episoden des Lebens dreier Brüder, die in einem Armenviertel am Rande von Brooklyn aufwachsen. Sie sind 7, 8 und 10 Jahre alt. Sie haben offenkundig keine Freunde, sie werden von ihrer weißen Umwelt ausgegrenzt, weil sie eine dunklere Hauptfarbe haben.

Ihr Vater ist Puerto Ricaner, ihre Mutter eine Weiße. Sie sind Außenseiter. Sie plündern die Gärten ihrer Nachbarn, rauchen und trinken, obwohl sie dafür viel zu jung sind, haben vor nichts und niemandem Respekt, beschimpfen sich und andere unflätig. Der Vater, meist arbeitslos, ist ein Choleriker, aufbrausend und gewalttätig, dann wieder aus heiterem Himmel zärtlich.

Die Buben haben Angst vor ihm, denn er ist unberechenbar. Ihre Mutter ist ständig müde, phasenweise depressiv, verwirrt von ihren Schichten in einer Brauerei, verwechselt sie Tage und Zeiten, ist oft zu erschöpft, um sich gegen ihre Kinder und ihren Mann zur Wehr zu setzen ...

"Wir Tiere" erzählt von einem Leben zwischen Zärtlichkeit und Gewalt, zwischen Hingabe und Verwahrlosung und davon, was Kinder unter ungünstigen Verhältnissen erleben müssen, um zu leben ...

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WIR TIERE

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