Stimme der Erinnerung

Gelebt, erlebt, überlebt im Wiener Volkstheater

Morgen Abend findet im Wiener Volkstheater eine szenische Lesung aus Getrude Pressburgers Buch "Gelebt, erlebt, überlebt" statt. - Eine gemeinsame Veranstaltung des Volkstheaters mit dem österreichischen Parlament zum Gedenken an die Novemberpogrome 1938.

Gertrude Pressburger war zehn, als Hitler in Österreich einmarschierte. Obwohl die jüdische Familie katholisch getauft worden war, musste sie fliehen. Fast sechs Jahre dauerte die Flucht, die 1944 in Auschwitz endete. Gertrude überlebte den Holocaust - ihre Eltern und die zwei jüngeren Brüder wurden von den Nationalsozialisten umgebracht. Jahrzehntelang hat Gertrude Pressburger geschwiegen. Dass ein maßgeblicher Politiker in Österreich 2016 von einem drohenden Bürgerkrieg sprach, hat sie bestürzt. Per Videobotschaft warnte sie im Bundespräsidentschaftswahlkampf 2016 vor einer Rhetorik der Extreme und wurde einer großen Öffentlichkeit bekannt. Dass ihre wahrhaftigen Worte Gehör finden, hat sie bestärkt, mit der jungen Journalistin Marlene Groihofer ihre Autobiographie zu schreiben, die bei Zsolnay verlegt wurde und zum Bestseller wurde.

Bei der erstmaligen szenischen Lesung aus "Gelebt, erlebt, überlebt" folgen fünf Spielerinnen mit der Band Mischwerk den im Buch gelegten Spuren. - Gestaltung: Jakob Fessler (Whg.)

Service

Buch "Gelebt, erlebt, überlebt" - Aufgezeichnet von Marlene Groihofer. Mit einem Nachwort von Oliver Rathkolb. Verlag Zsolnay
Szenische Lesung am Dienstag, 6. November 2018, um 19:30 Uhr. Ort: Volkstheater, Arthur-Schnitzler-Platz 1, 1070 Wien. Eintritt: ? 10,-
Kartenservice: 52111-400 oder kartenservice@volkstheater.at
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