Lithiumbohrung

AFP/FRANCISCO LEONG

Ein leichtes Element, milliardenschwer

Lithiumabbau im Lavanttal.
Von Ilse Huber

Computer, Smartphones, Elektroautos - alle benötigen Lithium für die Stromspeicherung. Um das leichte Alkalimetall, die Nummer drei im Periodensystem, ist ein wahrer Goldrausch entstanden. Die Rohstoffquellen liegen in Südamerika, China und Australien - und in Österreich.

Ab 2021 sollen im Kärntner Lavanttal bis zu 10.000 Tonnen Lithium-Hydroxit pro Jahr geschürft werden. - Das wurde in den 1980er Jahren schon einmal versucht, aber nach ersten Probebohrungen verkaufte die Staatliche Industrieholding (ÖIAG) das Bergwerk an ein Kärntner Unternehmen: um einen Schilling! Inzwischen hat der Eigentümer mehrmals gewechselt.

Während im Salar de Uyuni in Bolivien, der weltgrößten Salzpfanne, das Lithium ober Tage gewonnen wird, muss das Lithiumerz Spodumen im Lavanttal unter Tage abgebaut werden. Ein aufwendiges Verfahren, das allerdings Milliarden einbringen könnte. Denn das Reservoir in Kärnten soll das größte in Europa sein.

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