Otfried Krzyzanowski: Dichter und Anekdote

100. Todestag des "Hungerpoeten" Otfried Krzyzanowski - Prosaskizzen. Es liest Wolfram Berger. Gestaltung: Gudrun Hamböck

Otfried Krzyzanowski, Dichter, Schnorrer und Randfigur der Intellektuellenrunde im Café Central und Herrenhof, starb am 30. November 1918 an Hunger und Grippe. Franz Werfel, Albert Ehrenstein und Anton Kuh forschten zu spät nach seinem Verbleib, literarisierten den originellen wie unglücklichen jungen Mann aber zum "Hungerpoeten" - wie auch Franz Blei, Alfred Polgar u.a.

Krzyzanowsk taucht in der Figur des Gottfried Krasny im 1929 erschienenen Roman "Barbara oder die Frömmigkeit" von Franz Werfel auf und inspirierte vermutlich sogar Franz Kafkas "Der Hungerkünstler".

Krzyzanowskis eigenes schmales literarisches Werk wurde vorwiegend in Zeitschriften publiziert und geriet in Vergessenheit. In seinen teils autobiografischen Prosaskizzen zeigt sich ein anarchischer Charakter, gleichermaßen gewitzt wie verzweifelt. Zu hören sind u.a. "Tagebuchblätter", "Gegen die Müßiggänger" und "Der Höfliche".

Service

Otfried Krzyzanowski, "diese Zeit ist nicht die meine und die tage fliehn .", hrsg. v. Elisabeth Buxbaum und Christian Fridrich; Wieser Verlag 2018.

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