Inntöne 2018: Soweto Kinch Trio und Anna-Lena Schnabel Quartett

Rap-Einlagen und vielfärbige saxofonistische Pinselstriche. Gestaltung: Maria Reininger

Zwei denkbar unterschiedliche Repräsentanten des europäischen Jazz stellten sich beim Inntöne-Festival 2018 auf Paul Zauners Buchmannhof im Innviertler Sauwald vor: Soweto Kinch, gebürtiger Londoner mit jamaikanischen Wurzeln, changierte mit seinem Trio zwischen hitzigen Altsaxofon-Exkursen und Freestyle-Rap-Einlagen, für die er sich vom Publikum Stichworte geben ließ. Die elf Jahre jüngere Instrumentalkollegin Anna-Lena Schnabel hingegen, Zukunftshoffnung des deutschen Jazz, bot in ihrem Konzert ein Panorama sympathisch eigenwilliger Ideen:

Vom auf dem Mundstück gespielten Stück "Dying Swan Under A Bamboo Tree" bis zum abstrahierten Blues setzte sie vielfärbige, harsche wie lyrische akustische Pinselstriche gegen die virtuose Filigranität von Pianist Florian Weber, während Giorgi Kignadze (Kontrabass) und Björn Lücker (Schlagzeug) für das rhythmisch-harmonische Fundament sorgten. Maria Reininger präsentiert die Höhepunkte beider Konzerte.

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