Antarctica

AFP/NASA

Wie kam das Wasser auf die Erde?

Der Astronom Rudolf Dvorak spricht über die mögliche Herkunft der wichtigsten Grundlage des Lebens.
Teil 1: Verräterische Verhältnisse.
Gestaltung: Lothar Bodingbauer

Wasserstoff, Helium und Sauerstoff sind die häufigsten Elemente in interstellarer Materie. Es gibt auch schwerere Elemente und Staub, an das sich Wasser binden kann.

Um zu erforschen, ob Wasser schon seit der Entstehung der Erde auf der Erde war, oder erst später durch Asteroiden- oder Kometeneinschläge auf die Erde gebracht wurde, wird das Verhältnis von Deuterium zu normalem Wasserstoff untersucht. Deuterium ist Wasserstoff mit einem zusätzlichen Neutron - dadurch kann statt "normalem" Wasser "schweres Wasser" entstehen. Im Weltraum und auf Kometen ist das Verhältnis von Deuterium zu Wasserstoff drei- bis zehnmal so hoch als in den Ozeanen. Das deutet darauf hin, dass Wasser zumindest nicht von Kometen gebracht wurde - die außerhalb des Sonnensystems ihren Ursprung finden und gleichzeitig mit dem ursprünglichen Sonnennebel entstanden sind.

Wasser könnte aber von Asteroiden stammen, die sich im Inneren des Planetensystems befinden, und mit den Planeten entstanden sind. Dort gibt es dasselbe Verhältnis von Deuterium zu Wasserstoff.

Die Suche nach Wasser im Universum ist immer auch mit der Suche nach Leben verbunden, denn wo Wasser ist, kann Leben entstehen.

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