Ein weißes Bücherregal mit vielen Büchern.

APA/HELMUT FOHRINGER

Von Elsevier zu Open Access

Wie Wissenschaft künftig verlegt wird.
Von Tanja Malle

Elsevier ist der Gigant unter den wissenschaftlichen Fachverlagen. In seinen Archiven und Datenbanken lagert das Wissen der Welt. Der Zugang ist teuer und die Forschung darauf angewiesen. 2017 machte Elsevier bei einem Umsatz von rund 2,8 Milliarden Euro eine Milliarde Gewinn. Weil Wissenschafter/innen und Forschende auf die Publikation in den renommierten Journalen angewiesen sind, bekommt Elsevier deren wissenschaftliche Papers de facto gratis. Da diese Forschung größtenteils vom Staat finanziert wird, macht Elsevier öffentlich finanziertes Wissen zu Geld.

Gegen diese Politik regt sich nun zunehmend Widerstand. In Deutschland haben sich mehr als 200 Hochschulen, Forschungsinstitute und Bibliotheken zusammengeschlossen und bauen Druck auf, indem sie Elsevier-Abonnements auslaufen lassen. Sie fordern Open-Access-Lösungen: Der Zugang zu öffentlich geförderten Forschungsresultaten soll frei werden - unter bestimmten Bedingungen. Als Vorbild gilt die Schweiz, wo ab 2024 öffentlich finanzierte Forschung ausschließlich im Open-Access-Verfahren publiziert werden soll.

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