Speisekarten

BUCHBINDEREI FUCHS

Die Liste der Gerichte. Die Speisekarte

Essensangebot und Visitenkarte in Leinen, Leder oder Plastik
Wie Wirte ihr Angebot an Speisen und Getränken präsentieren

Das Konzept "Speisekarte" entwickelte sich in Europa Anfang des 19. Jahrhunderts. Damals schrieben Wirte ihr Angebot an Speisen auf Tafeln, bald darauf druckte man es auf Papier. Heute gilt die Speisekarte als kulinarische Visitenkarte einer Gaststätte - sie vermittelt einen ersten Eindruck des Gastgebers. Mitunter wird das Speisenangebot auf Tafeln geschrieben, in gehobenen Restaurants präsentiert man es meist in gebundenem Leder oder Leinen. Marktführer in Sachen Speisekartenproduktion ist der Buchbinder Christian Fuchs aus Saalfelden: Auf Wunsch seiner Kunden arbeitet er duftendes Heu und Blüten im Buchrücken ein, bedruckt ihn mit Fotos, Aquarellen und dem Logo der Häuser, und er entwickelte ein Klemmsystem, das ein elegantes Wechseln der Speisekartenblätter ermöglicht.
Für Inhalt und Stil sind die Gastgeber verantwortlich: Manchmal sind die Speisen knapp und deutlich beschrieben, oft mit schwülstigen Worten, in letzter Zeit ist der Gast häufig mit einer Aneinanderreihung von Produkten konfrontiert, die kaum Auskunft geben über die Zubereitungsart. Wer seinen Gast überraschen möchte, reicht ihm eine leere Speisekarte - eine sogenannte "Carte Blanche" - mit einem Überraschungsmenü ohne weitere Angaben.

Gestaltung: Ernst Weber

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