Venedig von der Lagune gesehen, ein Hafenlicht im Vordergrund

ORF/JOSEPH SCHIMMER

Michael Dangls Liebeserklärung an Venedig

"Canto veneziano. Ein Langgedicht". Von Michael Dangl. Es liest: der Autor. Gestaltung: Edith-Ulla Gasser

Die letzte"Neue Texte" Sendung im alten Jahr ist ausnahmsweise nicht der Prosa, sondern der Lyrik gewidmet. Genauer gesagt: einem einzigen Gedicht. Dieses Gedicht ist nicht nur ungewöhnliche 18 Minuten lang, bestreitet also die ganze Sendung. Es folgt auch einem sehr strengen lyrischen Schema, besteht doch jede einzelne seiner Zeilen aus genau neun Hebungen. Die Form des Neunsilbers ist vor allem aus der antiken Dichtung bekannt - und doch hört sich dieses Gedicht sehr modern an, als eine leichtfüßige, stets fortschreitende und immer weiter treibende Erzählung aus der Jetztzeit. Das liegt nicht nur an dem bei aller Strenge freifließenden Stil, sondern auch am Thema: der Ankunft eines Reisenden in der vom Wasser dominierten modernen Stadt Venedig. Und es liegt am Sprecher, der zugleich der Autor dieses epischen Langgedichts ist: der Schriftsteller und Schauspieler Michael Dangl.

Service

Michael Dangl, "Canto veneziano", Manuskript, 2018

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