Ein Luchs

DPA PATRICK PLEUL

Die Rückkehr der Beutegreifer

Der Wildbiologe Georg Rauer über die Populationsentwicklung bei Wolf, Bär und Luchs in Österreich.
Teil 1: Von der Ausrottung zum Schutz
Gestaltung: Thomas Thaler

Um die Mitte des neunzehnten Jahrhunderts wurden alle großen Beutegreifer in Mitteleuropa ausgerottet. In Österreich wurden seither nur einzelne, umherstreifende Individuen beobachtet. Seit der Mitte des 20. Jahrhunderts wurden Wolf, Bär und Luchs in vielen Ländern - nach und nach - unter Schutz gestellt. Seitdem beginnen sie sich langsam und mit großen Rückschlägen wieder auszubreiten. Besonders gut gelingt das dem Wolf, der große Würfe hat, und bei dem Jungtiere beiderlei Geschlechts sehr weit wandern können.

Alle drei Arten würden hierzulande durchaus gute naturräumliche Lebensbedingungen vorfinden. Doch die Rückkehr von Wolf, Bär und Luchs hat direkte Auswirkungen auf die Weise, in der der Mensch die Landschaft bewirtschaftet. Nur kluges Management und entsprechende Anpassungsmaßnahmen können das vorhandene Konfliktpotential vielleicht entschärfen. Beutegreifer könnten dann wieder einen Platz in unserer Kulturlandschaft finden, ohne übermäßige Schäden anzurichten.

Service

GESPRÄCHSPARTNER:

Dr. Georg Rauer
Bärenanwalt und Wolfsbeauftragter
Forschungsinstitut für Wildtierkunde und Ökologie
Veterinärmedizinische Universität Wien


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