Berg von Gibraltar

AP

Stadtstaat am Affenfelsen

Zur Geschichte Gibraltars. Mit Christian Cwik, Professor für atlantische und europäische Geschichte am Department für Geschichte an der University of the West Indies in Trinidad and Tobago.
Gestaltung: Hanna Ronzheimer

Am nächsten kommen sich die Kontinente Afrika und Europa an der Straße von Gibraltar. Diese Meerenge verbindet das Mittelmeer mit dem atlantischen Ozean. Am östlichen Ende der Straße von Gibraltar befindet sich auf einer kleinen Landzunge auf europäischer Seite der gleichlautende Stadtstaat. Der Name leitet sich vom arabischen "Dschebel al-Tariq" ab, dem Berg des Tariq, jenem muslimisch-berberischen Heerführer, dem es 711 gelang den Süden der Iberischen Halbinsel (Al Andalus) zu erobern.

Gibraltar blieb mit einigen Unterbrechungen bis 1462 muslimisch, christliche Heere hatten Gibraltar zwar kurzfristig erobert, aber nicht halten können. Bis zur englischen Besetzung Gibraltars im Auftrag der österreichischen Habsburger im Jahre 1704 blieb die Landzunge unter spanischer Kontrolle. Im Frieden von Utrecht, 1713, wurde das eroberte Gebiet dem nunmehrigen Vereinigten Königreich zugesprochen.

Heute leben rund 35.0000 Menschen in Gibraltar. Die meisten Einwohner/innen sind Zuwanderer/innen aus dem Mittelmeerraum, darunter viele Juden aus dem benachbarten Marokko. Für viele Auswanderer wurde der Hafen von Gibraltar zum Tor nach Amerika, so auch während des Spanischen Bürgerkriegs und des Zweiten Weltkriegs, als die britische Hafenstadt zur Drehscheibe für Flüchtlinge wurde.

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