In einer Ein-Euro-Münze spiegelt sich der gelbe Stern der Europaflagge

APA/DPA/OLIVER BERG

Ist der Euro erwachsen geworden?

20 Jahre Gemeinschaftswährung: Licht und Schatten eines ökonomischen Experimentes.
Gäste: Fritz Breuss, Wirtschaftsuniversität Wien, Projektmitarbeiter im Österreichischen Institut für Wirtschaftsforschung; Doris Ritzberger-Grünwald, Direktorin der Hauptabteilung Volkswirtschaft, Oesterreichische Nationalbank.
Moderation: Andreas Obrecht.
Anrufe kostenlos aus ganz Österreich unter 0800 22 69 79

Der Euro wurde am 1. Jänner 1999 als Buchgeld in elf europäischen Staaten eingeführt, ab 1. Jänner 2002 wurde er in zwölf Ländern offizielles Zahlungsmittel, und heute findet er in 19 Ländern der Europäischen Union Verwendung. Nicht - wie üblich - für ein Land, sondern für einen Markt wurde die neue Währung aus der Taufe gehoben. Nach einer unbeschwerten Kindheit in den ersten zehn Jahren seines Bestehens erlebte der Euro ab 2009 turbulente Zeiten. Aus der internationalen Finanzkrise wurde die Eurokrise - begleitet von enormen Staatsverschuldungen und "Rettungsschirmen". Griechenland erhielt Kredite von rund 266, Irland 68, Spanien 41,3, Portugal 77 und Zypern 10 Milliarden Euro. Die mit dem Rettungsschirm unterstützten Staaten sind alle sukzessive aus den Hilfsprogrammen ausgestiegen, zuletzt Griechenland am 20. August 2018.

Folgen den stürmischen Jahren nun Phasen der Konsolidierung, wird der Euro nun erwachsen? Viele Fragen bleiben ungeklärt. Die Europäische Zentralbank (EZB) hält nach wie vor an der Nullzinspolitik und an der extrem expansiven Geldkrisenpolitik fest. Während die Geldpolitik zentralisiert ist, liegt die Fiskalpolitik nach wie vor in der Kompetenz der Nationen. Auch Währungsabwertungen in Nicht-Euro-Ländern, geopolitische Verwerfungen wie Handelskriege oder der Brexit haben das Potenzial, den Binnenmarkt zu sprengen.

War das Euro-Krisenmanagement in den letzten zehn Jahren erfolgreich? Hat es Sinn, Preisstabilität als Hauptziel in der Eurozone zu definieren? Welche Schwierigkeiten mussten vor und nach der Einführung des Euro in Österreich überwunden werden? In welcher Weise hat Österreich vom Euro profitiert? Ist der Euro für die Unsicherheiten der Zukunft, für die nächste Krise gerüstet, und wenn ja - wodurch? Sollte aus dem Euro für 19, ein Euro für alle Mitgliedsländer der Europäischen Union werden?

Fritz Breuss, Jean-Monnet-Professor für wirtschaftliche Aspekte der Europäischen Integration an der Wirtschaftsuniversität Wien, und Doris Ritzberger-Grünwald, Direktorin der Hauptabteilung Volkswirtschaft in der Oesterreichischen Nationalbank sind zu Gast bei Andreas Obrecht. Reden Sie mit: Rufen Sie in der Sendung an unter 0800 22 69 79 - kostenlos aus ganz Österreich - oder schreiben Sie ein E-Mail an punkteins(at)orf.at.

Sendereihe

Playlist

Komponist/Komponistin: Georg Friedrich Händel
Bearbeiter/Bearbeiterin: David Russell
Album: DAVID RUSSELL SPIELT BAROCKMUSIK
* Allegro - 2.Satz (00:02:38)
Titel: Sonate in a-moll op.1 Nr.4 HWV 362 in einer Transkription für Gitarre
Solist/Solistin: David Russell /Gitarre
Länge: 02:38 min
Label: Telarc CD 80559

Komponist/Komponistin: Domenico Scarlatti
Bearbeiter/Bearbeiterin: David Russell
Album: DAVID RUSSELL SPIELT BAROCKMUSIK
Titel: Sonate für Cembalo in f-moll K 239 / Transkription für Gitarre
Solist/Solistin: David Russell /Gitarre
Länge: 02:53 min
Label: Telarc CD 80559

Komponist/Komponistin: Jean Baptiste Loeillet
Bearbeiter/Bearbeiterin: David Russell
Album: DAVID RUSSELL SPIELT BAROCKMUSIK
* Minuet - 5.Satz (00:03:17)
Titel: Suite für Cembalo Nr.1 in g-moll / Transkription für Gitarre
Solist/Solistin: David Russell /Gitarre
Länge: 03:17 min
Label: Telarc CD 80559

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