Gary Burton

AP/MATT SAYLES

Gary Burtons "Alone At Last" von 1971

Intimer Alleingang eines Vibrafonvirtuosen: Gary Burton. Gestaltung: Michael Neuhauser

Eigentlich ist Vibrafonist Gary Burton ja ein guter Teamplayer - das hat er schon in den 1960er Jahren bewiesen, sowohl in der Band eines Egomanen wie Stan Getz als auch im stilistisch offenen, gemeinschaftlichen Wirken im Quartett mit Bassist Steve Swallow, Gitarrist Larry Coryell und Schlagzeuger Bob Moses. Trotzdem wirkt der Titel seines ersten Albums ohne musikalische Weggefährten fast wie ein Befreiungsschlag: "Endlich allein!" Bei den drei Stücken der ersten Plattenseite ist Gary Burton tatsächlich nur mit seinem Vibrafon zu hören, und zwar live beim Jazzfestival in Montreux 1971.

Auf der zweiten Seite macht sich der gelernte Pianist dann zumindest selbst noch zum Partner und begleitet sich mithilfe von Mehrspuraufnahmen im Studio auf Klavier, E-Piano und Orgel. Trotz des Alleingangs bleibt "Alone At Last" stilistisch vielfältig und abwechslungsreich. Burtons Raffinesse im Verweben von Melodik und Harmonik tritt in der Exponiertheit und Intimität des Solospiels noch deutlicher hervor als anderswo. Seine innovative Vier-Schlägel-Technik steht dabei stets im Dienst der atmosphärischen Tiefe des jeweiligen Stücks.

Sendereihe

Gestaltung

Übersicht

Playlist

Komponist/Komponistin: Keith Jarrett
Komponist/Komponistin: Steve Swallow
Komponist/Komponistin: Gary Burton
Komponist/Komponistin: Antonio Carlos Jobim
Komponist/Komponistin: Jessie Cavanaugh
Komponist/Komponistin: Jon Hendricks
Album: Alone At Last
Titel: Moonchild - In your Quiet Place (Jarrett) (6.13)
Titel: Green Mountains - Arise, Her Eyes (Swallow) (7.40)
Titel: The Sunset Bells (Burton) (4.55)
Titel: Hullo, Bolinas (Swallow) (5.53)
Titel: General Mojo's Well Laid Plan (Swallow) (3.37)
Titel: Chega De Saudade (Jobim, Cavanaugh, Hendricks) (4.40)
Solist/Solistin: Gary Burton
Länge: 32:47 min
Label: Atlantic SD-1598

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