Haben Geldwäscher eine Waschmaschine?

Finanzmärkte und Geldwäschereibekämpfung.
Gestaltung: Ute Maurnböck

Ungefähr 20 Geldwäscher werden pro Jahr in Österreich verhaftet, und es werden immer mehr. Das hat damit zu tun, dass es immer mehr Verbrechen gibt, wo das Geld "gewaschen" werden soll. Aber was bedeutet das? Dass es in die Waschmaschine kommt, stimmt natürlich nicht. Der Begriff kommt angeblich vom legendären Mafiaboss Al Capone, der in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts in Chicago lebte und sein Geld mit Erpressung, verbotenem Glücksspiel und anderen Verbrechen verdiente.

Er gab sich als Antiquitätenhändler aus und kaufte auch Waschsalons, um vorzugeben, sein vieles Geld wäre auf ehrliche Weise eingenommen worden. Das Geld aus den illegalen Tätigkeiten und die Einkünfte aus den Waschsalons vermischte er und hatte so "sauberes" Geld. Nicht anders funktioniert die Tätigkeit von Geldwäschern heute.
Die Ö1 Kinderuni-Reporterinnen, das sind Livia Kodada, Hannah Stangl, Melina Nikolopoulou, Marie Schoderböck und Livia Gatz, fragen nach, wie Geldwäsche genau passiert und was der Staat tun kann, um den Verbrechern auf die Spur zu kommen.

Die Experten sind Christoph Kodada, Abteilungsleiter Prävention von Geldwäscherei und Terrorismusfinanzierung der Finanzmarktaufsicht sowie Stephan Klinger, er ist Rechtsabteilungsleiter der Volksbank Wien und unterrichtet an der Ferdinand Porsche Fern-Fachhochschule Wiener Neustadt sowie der WU Wien.

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