In Japan ist vieles ganz anders

Das Geräusch von Wasser im Abfluss und andere Lautmalereien

Der Künstler und Filmemacher Edgar Honetschläger hat sich nie irgendwo zu Hause gefühlt. Bis er eines Tages nach Tokyo kam. Auch wenn er nicht viel Ahnung von Japan hatte und dort wirklich fast alles ganz anders ist als hier in Österreich - in Japan fühlte er sich gleich zu Hause. Dem Radiohund erzählt Edgar von dem fernen Land, in dem man Spielplätze auf Friedhöfe baut, vor dem Wassergeist warnt und nicht das Baden verbietet, witzige Laute macht und ziemlich verwirrende Schriftzeichen schreibt.


Edgar Honetschläger: "Das mit dem Lesen ist so eine Sache. Ich habe ein Buch auf Japanisch gelesen und das hat ein ganzes Jahr gedauert. Was ich jetzt in meinem Buch versucht habe, ist, nicht nur eine Übersetzung vom Japanischen ins Deutsche und retour sondern auch die Umgangssprache ins Deutsche zu bringen. Jene Sprache, die die Menschen verwenden, wenn sie miteinander sprechen. Sie ahmen dabei ganz viele Laute nach. Zum Beispiel, das kennst du sicher, stell dir vor: ein Waschbecken, voll mit Wasser und dann rinnt das Wasser im Waschbecken ab. Das macht ein Geräusch. Und wenn die Menschen in Japan einander davon erzählen wollen, dann machen sie das nicht so umständlich, wie ich das jetzt mache, sondern sie sagen: Guru, guru, guru. Sie machen das Geräusch. Die ganze Sprache ist voll von solchen Lautmalereien."


Gestaltung: Barbara Zeithammer

Service

Edgar Honetschläger: Ein Kappa geht nach Tokyo.
Verlag Schlebrügge Editor. 2016.



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