Ein Stück Gras in einer Hand

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Radiokolleg - Globale Nachhaltigkeitsziele

Eine Zukunft für alle (1). Gestaltung: Ilse Huber

2015 war das Jahr der Weichenstellungen: bei der UN-Klimaschutzkonferenz in Paris legten sich 193 Staaten darauf fest, die globale Erderwärmung deutlich unter 2 Grad Celsius halten zu wollen. Im September 2015 wurden 17 globale Nachhaltigkeitsziele der Öffentlichkeit vorgestellt: die sogenannten SDGs, die Sustainable Development Goals.

"Eine Zukunft für alle", lautet seitdem das weltweite Motto. Niemand soll auf Kosten anderer leben, ökonomische Ungleichheiten und soziale Ungerechtigkeiten beseitigt und Ökosysteme nicht nur erhalten, sondern auch gegen beeinträchtigende Störungen widerstandsfähiger gemacht werden. Jeder Winkel der Erde soll von diesen globalen Nachhaltigkeitszielen erfasst werden: Das Leben an Land, unter Wasser, in den Städten wie auch abseits der großen Zivilisationszentren.

Idealerweis soll die Erde laut der Arbeits-Agenda bis zum Jahr 2030 friedlich, gerecht, sauber und solidarisch sein. Ein Wunschdenken? Eine Vision? Auf jeden Fall ambitioniert. Die 17 UN-Nachhaltigkeitsziele sind ein erster Vorschlag wohin sich die Welt entwickeln könnte. Es ist eine erste Version soziale, wirtschaftliche und ökologische Überlegungen miteinander abzustimmen und sie bis zum Jahr 2030 konstruktiv zu verknüpfen- weltweit.

Im Juli 2019 gibt es ein erstes Nachfolgetreffen des "High Political Forums on sustainable Development" in New York, das überprüft, wie weit die Umsetzung der SDGs inzwischen gediehen ist. Aber es haben sich auch kritische Stimmen gemeldet: Sind die Ziele zu allgemein formuliert? Sind sie dadurch zu weich oder sollten die Ziele einer Hierarchie folgen? Ursprünglich war jedes Ziel gleichwertig mit dem nächsten.

Doch mittendrin befindet sich auch das Ziel Nummer 8: "Arbeit und Wirtschaftswachstum". Kann Wirtschaftswachstum stattfinden ohne auf Kosten von Mensch und Natur zu funktionieren? Weiters: Worin unterscheidet sich die Gerechtigkeit von Ziel Nummer 16 von der Menschenwürde oder dem Abbau von Ungleichheiten, die zwei weitere Ziele definieren?

Die Diskussionen sind vier Jahre nach Erst-Vorstellung der Nachhaltigkeits-Ziele im Gange. Wie weit die Maßnahmen in Zukunft reichen, wie umfassend sie tatsächlich bleiben und wie wenig widersprüchlich sie sein werden, ist eine Frage des Überlebens.

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