Eine Wachsfigur von  Anne Frank, die in ihrem Tagebuch schreibt

AFP / ODD ANDERSEN

"Liebe Kitty"

Anne Frank. Ihr Tagebuch als Vermächtnis. Mit Melissa Müller, Autorin und Journalistin.
Gestaltung: Rosemarie Burgstaller

Ihr Vermächtnis ist ihr Tagebuch, eines der meistgelesenen Bücher der Welt. Im Versteck im Hinterhaus der Handelsfirma des Vaters in Amsterdam beginnt die jüdische Verfolgte Anne Frank an ihrem 13. Geburtstag, dem 12. Juni 1942, mit ihren Tagebuchaufzeichnungen. Zwischen diesem ersten und ihrem letzten Eintrag am 1. August 1944 liegen berührende Schilderungen, die zumeist an die imaginäre Freundin "Kitty" gerichtet, von den Belastungen des Lebens im Untergrund berichten, von der Hoffnung und Zuversicht auf ein Leben nach der Befreiung, aber auch von Freuden, Sorgen und Nöten einer Heranwachsenden.

Drei Tage nach Anne Franks letztem Tagebucheintrag, am 4. August 1944, dringen Polizeibeamte unter dem Kommando eines aus Österreich stammenden SS-Oberscharführers in das Versteck der Familie ein und verhaften die acht Untergetauchten: Neben Anne Frank ihre drei Jahre ältere Schwester Margot und ihre Eltern Otto und Edith Frank, Hermann, Auguste und Peter van Pels, Fritz Pfeffer sowie die Helfer Victor Kugler und Johannes Kleiman. Anne und Margot Frank werden nach ihrer Deportation in das Konzentrations- und Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau und Anfang November 1944 weiter in das Konzentrationslager Bergen-Belsen deportiert. Das Todesdatum der beiden Jugendlichen ist unbekannt. Sie sterben im Februar 1945 an Fleckfieber infolge ihrer Entkräftung und der katastrophalen hygienischen Bedingungen im Lager.

Als einziger der Untergetauchten überlebt Otto Frank. Er folgt dem Wunsch seiner Tochter und veröffentlicht 1947 das beeindruckende Dokument des Widerstandes.

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