Giallo. Italiens Thriller Moderne

In der christlichen Ikonografie kann die Farbe Gelb für Ketzerei stehen, in China symbolisiert sie den Kaiser und steht für Ruhm und Fortschritt. In Italien steht "giallo" für den Krimi.

Ab den 1920er Jahren wurden in einer Buchreihe bei Mondadori Übersetzungen von Autoren wie Edgar Wallace oder Agatha Christie in Romanheften mit gelben Einbänden veröffentlicht. Das davon abgeleitete Filmgenre Giallo markiert eines der wohl markantesten Kapitel der italienischen Filmgeschichte. Seine Blütezeit feierte dieses Genre in den 1970er Jahren. Es bringt Kriminalgeschichten auf die Leinwand, die zwischen, Horror, Erotik und Gewalt oszillieren. Selten kommt ein Film ohne Kunstblut aus, das gleich literweise verspritzt wird. Die Regisseure des Giallo bestechen aber auch mit ihrer Experimentierfreude. Das österreichische Filmmuseum in Wien widmet diesem Genre jetzt eine umfassende Schau. Unter dem Titel "Giallo. Italiens Thriller Moderne" werden ab 30. August bis zum 24. Oktober rund 40 Filme gezeigt.

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