Ausschnitt aus Game of Thrones

HBO

City Science Talk

Mythendealer der Gegenwart.
Gestaltung: Elisabeth J. Nöstlinger

Gott ist unerbittlich. Das Orakel von Delphi hat sich erfüllt. Ödipus hat seinen Vater getötet, seine Mutter geheiraten, geschwängert. Verführerisch und furchteinflößend zugleich führte ihn die Sphinx auf den Pfad der Prophezeiung. Im Libretto von George Enescus Oper "Oedipe" fragt sie Ödipus, was größer als das Schicksal sei, und erhält die Antwort: "der Mensch". Apollo jedoch, der "unerbittliche Gott" wird sich durchsetzen, Ödipus sein Schicksal erfüllen.

Bis heute ruft das Echo der Antike nach Wiederholung, nach einer Neuinszenierung, trotz Befreiung aus der selbstverschuldeten Unmündigkeit; denn es geht um die ewig gleichen Menschheitsfragen. Es geht nach freiem Willen und Selbstbestimmung, nach Schuld und Erlösung. Es geht um Sieg und Niederlage, um Freundschaft und Feindschaft, um Kollektive und Individuen, um Liebe und Hass, um Rache und Versöhnung. Das zieht sich von den Mythen der Antike bis zu "Game of Thrones", denn die Menschen sind Suchende, die sich tastend der Erkenntnis nähern. Dies versuchen auch der Psychoanalytiker Gerald Poscheschnik, die Philosophin Svenja Flaßpöhler, Festspielpräsidentin Helga Rabl-Stadler, der Komperatist und Literaturwissenschafter Winfried Menninghaus, sowie der Regisseur und Bühnenbildner Achim Freyer im ihrem Gespräch mit Elisabeth J. Nöstlinger.

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