Eine Frau steht in einem kantigen Raum aus Metall

AFP/CARL DE SOUZA

Wahn und Wirklichkeit

Mit Psychotherapie gegen Psychosen
Von Wibke Bergemann

7 von 1.000 Menschen erkranken an einer Psychose. Sie können unter anderem bei bipolaren Störungen und bei schweren Depressionen auftreten, doch vor allem geht es um schizophrene Erkrankungen. Der Begriff Schizophrenie ist allerdings fachlich umstritten, weil er so viele verschiedene Krankheitsbilder umfasst. Doch vor allem ist er für die Patienten stigmatisierend. Therapeuten sprechen daher lieber von Psychosen, auch wenn sie schizophrene Erkrankungen meinen. Wie genau sie entstehen, weiß man bis heute nicht.

Es gibt das Vulnerabilitäts-Stress-Modell, wonach Menschen, die genetisch, epigenetisch oder psycho-sozial bedingt besonders verletzlich sind, durch ein schweres Ereignis in ihrem Leben oder durch eine ständige hohe Belastung erkrankt sind.

Die Erfahrungen der vergangenen Jahrzehnte zeigen, dass Psychopharmaka allein gegen Wahnvorstellungen nicht helfen. Zusätzlich werden nun spezielle Verfahren der Psychotherapie angewendet, unter anderem die kognitive Verhaltenstherapie.

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