Geschichten mit Gefühl

Oswald Wiener über die Wut

Vergangenen Freitag und Samstag ging im Schauspielhaus Wien das Literatur- und Musikfestival der "Schule für Dichtung" über die Bühne. Nach "Lachen" und "Weinen" widmete man sich heuer der "Wut". Es war also ein Wutfestival, zu dem sich der künstlerische Leiter der "Schule für Dichtung", Fritz Ostermayer, unter dem Titel "gebenedeit sei die wut deines leibes" Gäste aus Kunst und Literatur einlud. Eines der Highlights war der Schriftsteller, Kybernetiker und Sprachtheoretiker Oswald Wiener mit Texten aus seinem 1969 erschienenem Buch "Die Verbesserung von Mitteleuropa, Roman". Darin experimentierte der "Avantgarde-Dichter" und "Avantgarden-Zertrümmerer" mit allen möglichen Haltungen und Empfindungsweisen. Das am Samstag vorgetragene Kapitel "purim. ein fest", ist beispielsweise eine schamlose "Schimpf- und Verdreschorgie", wie es die "Schule für Dichtung" beschreibt. Selbst ist Oswald Wiener übrigens fast nie wütend, erzählt der heute über 80-jährige. Hätte er doch recht früh eingesehen, dass Wut sinnlos ist und lediglich frustriert.- Gestaltung: Ursula Mürling-Darrer



Igudesman und Joo: Rette die Welt

Bei ihren Konzerten wird genauso viel gelacht wie musiziert: Die zwei Musiker Aleksey Igudesman und Hyung-ki Joo sind mit ihren eigenartigen Interpretationen und humorvollen Inszenierungen Bühnenstars - etwa im Wiener Konzerthaus, aber auch auf Youtube. Vor kurzem haben die beiden nun ihr erstes Buch geschrieben: "Rette die Welt - Wie du deine Kreativität weckst und damit alles veränderst."
Mit einfachen Tricks und Kniffs zeigen Aleksey Igudesman und Hyung-ki Joo, wie sich auch in die eingefahrensten Lebensläufe ein paar neue Weichenstellungen einbauen lassen. Die wichtigsten Zutaten: Humor und der Abschied vom Perfektionsmus.-
Gestaltung: Hanna Ronzheimer

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