Der neue Eiserne Vorhang in der Staatsoper ++ 50 Jahre Szene Salzburg ++ Neu im Kino: "Fritzi" ++ Die Joker in der Filmgeschichte

1. Eiserner Vorhang von Martha Jungwirth
2. Die Szene Salzburg feiert 50. Geburtstag
3. "Fritzi" - ein Animationsfilm zur Wende
4. Filmkolumne: Die besten Joker

Beiträge

  • Fünfzig Jahre Szene Salzburg

    Die Szene Salzburg feiert in dieser Woche ihr fünfzigjähriges Bestehen. Alfred Winter, ein Druckerlehrling, hat in den späten 1960er Jahren für sich und andere junge Leute ein Kulturprogramm aufgebaut, zunächst gegen den Widerstand etablierter Kreise. Doch damit war der Grundstein gelegt für ein Theater- und Tanzfestival, das in ganz Europa einen guten Ruf genießt und zu einem Sprungbrett für viele Gruppen und Choreografinnen wurde, und zudem freien Initiativen in Salzburg Türen öffnet. Viele Gründe zu feiern also.

  • Eiserner Vorhang von Martha Jungwirth

    Seit 1998 wird der Eiserne Vorhang in der Wiener Staatsoper, der eigentlich eine Brandschutzeinrichtung ist, von zeitgenössischen Künstlerinnen und Künstlern gestaltet. Gab es anfangs an dieser Initiative der Organisation "museum in progress" noch Kritik, so ist die jährliche Neugestaltung mittlerweile selbst zu einer Tradition geworden. Für die Saison 2019/20 wurde eine österreichische Künstlerin mit der Aufgabe betraut: Martha Jungwirth. Gestern wurde ihr Vorhang-Bild, das ab jetzt etwa ein dreiviertel Jahr vor und nach den Vorstellungen zu sehen sein wird, der Öffentlichkeit präsentiert. Anwesend war auch die Dichterin Friederike Mayröcker, die aus einem eigens zum Werk verfassten Text gelesen hat. Originale aus dem gleichen Werkzyklus von Martha Jungwirth sind im Donizetti-Salon des Hauses am Ring ausgestellt.

  • "Fritzi" - ein Animationsfilm zur Wende

    Ein historisches Ereignis als animierter Familienfilm - dass das geht, zeigt "Fritzi - eine Wendewundergeschichte" vor, der heute in den österreichischen Kinos anläuft. Er handelt von der zwölfjährigen Fritzi, die in der DDR, nämlich in Leipzig, lebt. Als ihre beste Freundin Sophie mit ihren Eltern in den Westen flüchtet, hinterlässt sie Fritzi den Hund Sputnik. Das Mädchen riskiert daraufhin Kopf und Kragen, um Sputnik seiner Besitzerin zurückzugeben.

    Vor dieser Geschichte entwickelt sich einerseits die politische Sozialisierung des unbedarften Mädchens, und andererseits ein historischer Umbruch: Der Film spielt in den letzten Tagen, bevor die Mauer zu Fall gebracht wurde, als Tausende auf den Straßen für Freiheit demonstrierten und gewaltlosen Widerstand gegen das DDR-Regime leitsteten. Regie führten Ralf Kukula und Matthias Brun; beteiligt war auch das österreichische Unternehmen "Neuer Österreichischer Trickfilm" mit Conrad Tambour, das Storyboard, Set Designs und Character Designs entwickelt hat.

  • Filmkolumne: Die besten Joker

    Der Joker ist der bekannteste und beharrlichste Widersacher von Batman, bereits seit den Geburtsjahren der berühmten Fledermaus in der Comic-Welt der 1940er Jahre. Dennoch ist über den Joker verhältnismäßig wenig Persönliches bekannt. Seit kurzem ist das anders, denn der Film "Joker" von US-Regisseur Todd Philipps erzählt mit einem grandiosen Joaquin Phoenix in der Hauptrolle eine schlüssige Geschichte, wie aus einem eigentlich verunsicherten und gedemütigten Möchte-Gern-Komiker ein Bösewicht par excellence wurde. Der Film wurde kürzlich bei den Filmfestspielen in Venedig mit dem Goldenen Löwen ausgezeichnet. Zu Recht! Dabei hatte der Joker auch bisher schon manchmal furchterregende Momente in Film und Fernsehen.

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