Ein Mann geht bei einer Beate Uhse Auslage vorbei

DPA/LNO/KAY NIETFELD

Geschichte mit Leidenschaft

Für die deutsche Feministin Alice Schwarzer war sie ein rotes Tuch, ihre Kundschaft hingegen wusste die Postpakete prickelnden Inhalts aus dem norddeutschen Flensburg zu schätzen: Beate Uhse, eine ehemalige Wehrmachts-Pilotin, befreite die Sexualität aus dem eisernen Griff der Staatsanwälte und Sittenwächter und machte sie gesellschaftsfähig. Es begann mit aus heutiger Sicht harmlosen Aufklärungsbroschüren. In nur kurzer Zeit avancierte der Name Beate Uhse dann zum Synonym für Sex schlechthin. Ihr Konzern belieferte Millionen meist männliche Kunden mit erotischem Spielzeug, am Ende war Uhse Herrin über einen weitverzweigten Porno-Konzern mit 300 Millionen Mark Umsatz. Die Berliner Autorin und Bloggerin Katrin Rönicke hat zum heutigen 100. Geburtstag der Erotik-Kauffrau eine neue Biographie vorgelegt. Gestaltung: Sven Ahnert

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