Zahnputzbecher mit Kindernamen

APA/DPA/DANIEL REINHARDT

Was ist Leben? - Ein Physiker setzt die Molekulargenetik in Gang

Ein Studiogespräch mit dem Mathematiker Karl Sigmund

Was sind Gene und Mutationen? Wie funktioniert Vererbung, wie entsteht Ordnung in lebenden Organismen? Und: Beruht Leben auf physikalischen Gesetzen? Diese Fragen stellte der österreichische Physiker Erwin Schrödinger 1943 in einer Reihe öffentlicher Vorlesungen unter dem Titel "Was ist leben?". Ein Jahr später erschien das gleichnamige Buch. Schon in dessen Einleitung stellt Schrödinger fest, dass Wissenschafter, die die Grenzen ihres Faches überschreiten, Gefahr laufen, sich lächerlich zu machen. Aber weil es irgendwer ja tun müsse, ginge, er, Schrödinger, dieses Risiko jetzt ein.

"So viel zu meiner Entschuldigung.", schließt er seine Einleitung, um dann auf rund 100 Seiten die Vorgänge in der lebenden Zelle - Gene, Mutationen, Vererbung, Ordnung und Wachstum - aus dem Blickwinkel eines Physikers zu betrachten. Die Wirkung des "kleinen Buches", wie er selbst es nannte, war fulminant. Unter anderem Francis Crick und James Watson, zwei Entdecker der Doppelhelix-Struktur der DANN erklärten, dass Schrödingers Buch sie auf die Idee gebracht hätte, die Struktur des Erbmaterials zu erforschen. Vor 75 Jahren erschien Erwin Schrödingers Buch "Was ist Leben? Die lebende Zelle mit den Augen des Physikers betrachtet". Über seine Geschichte, seine Bedeutung und seine Wirkung hören Sie in einem Studiogespräch mit dem Mathematiker Karl Sigmund.

Sendereihe

Gestaltung

  • Birgit Dalheimer