MAnn beim Einstellen von Uhren

APA/dpa/Patrick Seeger

Besuch aus der Zukunft

Wie Kurt Gödel eine Zeitreise unternahm
Von Robert Czepel

Vor 70 Jahren stößt der österreichische Mathematiker und Logiker Kurt Gödel in den Gleichungen von Einsteins Allgemeiner Relativitätstheorie auf eine sonderbare Lösung: Sie beschreibt ein rotierendes Universum, in dem die Zeit Schleifen bilden kann. Damit sind auch Zeitreisen mehr als reine Science-Fiction, so sehen es zumindest die Theoretikerinnen in der Physik. Schon mit Einstein, dem Freund aus Princetoner Tagen, debattierte Gödel über sein wundersames kosmologisches Modell. Und die Debatte, was Gödels Befund bedeuten könnte, geht bis heute munter weiter. Könnte ein Zeitreisender sich selbst umbringen - und dadurch seine eigene Existenz rückwirkend auslöschen? Würde er dadurch nicht das eherne Prinzip von Ursache und Wirkung ad absurdum führen? Und vor allem: Was sagt Gödels Entdeckung über die Wirklichkeit aus? Leben wir in einem Universum, in dem tatsächlich Zeitreisen möglich sind?

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