Badehütte

ORF/JOSEPH SCHIMMER

Der mysteriöse Tod des Autors Max Maetz

Weilling. Land und Leute. Die Geburt, der Tod und der nochmalige Tod des Autors Max Maetz. Eine Spurensuche von Claudia Gschweitl

Anfang der 1970er-Jahre stapfte ein naiver Jungbauer aus Oberösterreich unter großem öffentlichem Interesse auf die Bühne der deutschsprachigen Literatur. Ohne Punkt und Beistrich und mit experimenteller Verve schilderte Max Maetz in seinem "Bauernroman. Weilling Land und Leute" die intimen Details des Landlebens, "in jenem Idiom, das er sich für die falsche Biederkeit seiner Prosa zurechtgelegt hat", wie es im Klappentext des Buches hieß. Der dichtende Bauer aus der Einschicht bei St. Florian erhält für seine "unverstellte Schilderung des Landlebens" sogar einen Literaturpreis. Geplant ist ein Auftritt bei der Frankfurter Buchmesse, zu dem es allerdings nicht mehr kommt. Noch vor Erscheinen seines Romans stirbt Max Maetz bei einem tragischen Traktorunfall.

Warum weiß man heute kaum etwas von diesem herausragenden Talent? Wird hier etwas totgeschwiegen? Max Maetz hat sich mit seinen Geschichten im Ort wohl nicht beliebt gemacht. Ganz unverblümt erzählt er von Fremdenfeindlichkeit, Sodomie und Unzucht aller Art. Die Umstände seines Ablebens sind jedenfalls mysteriös, es bleiben viele Fragen offen. Claudia Gschweitl hat sich nach Weilling begeben und nach Antworten gesucht.

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