Eine rote Rose

AFP/GUILLERMO LEGARIA

"Ihre Stimme ist so schön wie die Sechste Bruckner"

Wie wir zusammen kamen: Annelore und Johannes Leopold Mayer

Es war 1993, als die Sprachwissenschafterin und Slawistin Annelore Scheiermann in München zum Hörer griff um einen Haydn Experten im ORF-Funkhaus in Eisenstadt anzurufen. Das Telefonat dauerte nur fünf Minuten, die "schöne" Stimme klang aber lange nach. Auch der Musikwissenschaftler und Radiomacher Johannes Leopold Mayer war vom Klang am anderen Ende der Leitung fasziniert und schrieb einen Brief. Genauer: Ein DIN A5 Blatt mit einem "Eichkatzerl" in der linken oberen Ecke. Eigentlich keine angemessene Ausdrucksform für einen erwachsenen Mann, empfand seine zukünftige Frau damals. Doch nach fünf Monaten, unzähligen Telefonaten, Briefen und dem Rat einer Wahrsagerin, trafen sich die beiden kurz vor dem Jahreswechsel in München. Mit einer roten Rose in der Hand wartete sie am Bahnsteig auf ihren Liebsten. Am Weg in die Innenstadt wurden die Verlobungsringe gekauft. Im Februar zog Annelore nach Österreich, im Mai fand die Hochzeit statt.


DIE DINGE DES LEBENS: Der Innensechskantschlüssel vulgo "Inbusschlüssel"
Gestaltung: Laura Angermann

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