Ein Kind sitzt, zwei hängen über der Sitzbank

ORF/JOSEPH SCHIMMER

Eine besondere Förderung

Wenn die Seele Pflege braucht. Porträt einer besonderen Schule. Von Isabelle Engels

"Mein Kind geht gern dorthin, es geht ihm dort gut!" Eine Aussage, die man von Eltern, deren Kinder in die Karl-Schubert-Schule gehen, oft hört. Sie befindet sich in Wien-Liesing, wird als Ganztagsschule mit Waldorfpädagogik geführt, alle Kinder und Jugendlichen haben sonderpädagogischen Förderbedarf. Sie haben Autismus oder Downsyndrom, eine Lernschwäche oder eine körperliche Behinderung. So unterschiedlich sie auch sind, hier erhalten sie, was sie brauchen: eine Förderung ohne Leistungsdruck und ein besonderes Eingehen auf ihre seelischen Bedürfnisse

Der Entscheidung für die "Karl-Schubert-Schule" ging in vielen Familien eine Odyssee durch die Schullandschaft voraus: Die Eltern fanden entweder gar keinen Platz für ihr Kind oder machten in integrativen Schulen die Erfahrung, dass es überfordert war oder "unterzugehen" drohte. Die Entscheidung für eine "Sonderschule" löste in der Umwelt oft Unverständnis aus, Worte wie "Ghetto" fielen, und auch die Eltern waren verunsichert: "Gehört mein Kind da dazu? Kann es denn von den anderen lernen?" Isabelle Engels hat den Schulalltag aufgezeichnet und mit Lehrer/innen, Eltern, aktiven und ehemaligen Schüler/innen gesprochen.

Ton: Elmar Peinelt
Redaktion: Monika Kalcsics

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