Europa, Schweizer AKW, Italien, Georgien

Der Klimaschutz wird zum wichtigsten Anliegen der Europäerinnen und Europäer +++ Die Schweiz schaltet ein AKW ab und sucht nach einer neuen Energiestrategie +++ Ein Vorort Neapels kämpft gegen das Image als Camorra-Hochburg +++ Georgien - Der Kampf gegen "Fake-News"
Moderation: Markus Müller-Schinwald

Europa und der Klimawandel, Schweizer AKW, Italien kämpft gegen die Camorra, Fake News in Georgien

Der Klimaschutz wird zum wichtigsten Anliegen der Europäerinnen und Europäer
Das vergangene Jahr hat in den Ländern der EU eine ganze Reihe von Umbrüchen gebracht. Vor allem der Brexit und die Wahlen zum EU-Parlament haben die gemeinsame europäische Politik stärker als bisher ins Bewusstsein einer breiten Öffentlichkeit rücken lassen. Aber was beschäftigt die Menschen in der EU, welche Themen sind ihnen wichtig und wie zufrieden sind sie mit der Demokratie und der politischen Lage auf europäischer und nationaler Ebene? Diese Frage versucht die Eurobarometer-Umfrage zu klären, deren aktuelle Ausgabe Mitte Dezember veröffentlicht worden ist. Eines der Ergebnisse: Umwelt- und Klimaschutz hat die Sorge um die Migration als wichtigstes Thema abgelöst. Wie diese Ergebnisse zu interpretieren sind und welche Unterschiede es zwischen den Ländern gibt, analysiert Philipp Schulmeister, Leiter der Abteilung "Public Opinion Monitoring" des EU-Parlaments.

Die Schweiz schaltet ein AKW ab und sucht nach einer neuen Energiestrategie
Der Anfang vom Ende - Freitag, der 20. Dezember, wird in der Schweizer Atomgeschichte ein Meilenstein. Das AKW Mühleberg wird abgeschaltet. Nach 47 Jahren wird es vom Netz genommen. Es war jahrzehntelang Stein des Anstoßes von Atomkritikern nicht zuletzt aus Österreich, die eine Abschaltung verlangt hatten, denn im AKW kam es während seiner 47jährigen Geschichte immer wieder zu Problemen. Was bedeutet es für die Energiesituation in der Schweiz, wenn auch bei den restlichen vier Kernreaktoren irgendwann der Stecker gezogen wird? Die Energiestrategie 2050 ist im Anlaufen, doch sie steckt laut Experten noch in den Kinderschuhen. Ein Blick von Raphaela Stefandls hinter die Atommeiler auf die Situation in der Schweiz.

Ein Vorort Neapels kämpft gegen das Image als Camorra-Hochburg
Scampia, ein Vorort von Neapel, ist vor allem durch eines bekannt geworden: den Drogenhandel und die gewalttätige Präsenz der neapolitanischen Mafia, der Camorra. Der italienische Autor und Journalist Roberto Saviano hat mit seinem Roman "Gomorrah" maßgeblich zur zweifelhaften Bekanntheit des Stadtteils beigetragen. Verfilmt wurde "Gomorrah" vor allem in den sogenannten Vele, den Wohnblöcken Scampias. Mehr als 10 Jahre sind seit der Veröffentlichung des Films vergangen. Und auch in Scampia haben sich die Uhren weitergedreht. Die Präsenz der Camorra gehört zwar nicht vollständig der Vergangenheit an, aber Polizei, Bürgerinitiativen und Vereine versuchen, gegen das schlechte Image Scampias anzukämpfen, die Vele sollen nach und nach weiter abgerissen werden. Eine Reportage von Katharina Wagner.

Georgien - Der Kampf gegen "Fake-News"
In Westeuropa sind "Fake News" als Mittel der Politik erst im Zug der Ukraine-Krise bekannt geworden. Als Urheber gelten meist staatliche russische Medien oder Trollfabriken, die der russischen Führung nahestehen. In den Nachbarländern Russlands ist dieses Phänomen schon länger bekannt. Georgien wurde während des Krieges im Jahr 2008 Ziel sogenannter "Informationsattacken" des großen Nachbarn. Deshalb sind Fake News in Georgien schon länger ein wichtiges Thema. Es gibt mehrere Organisationen, die sich dem Kampf gegen diese gesteuerten Falschinformationen widmen. Aber nicht alle Fake News kommen aus dem Ausland. Der Kampf um die Wahrheit in den Medien dürfte auch bei der Parlamentswahl im kommenden Jahr eine große Rolle spielen, berichtet Peter Sawicki.

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