Weihnachtliches zwischen Chormusik und Jazz im Geiste Bachs

Flip Philipps Band und Matthias Krampes Albert-Schweitzer-Chor

War da nicht noch etwas? Ah! Die "Dschäss"-Messe! Irgendwie durfte man als Jugendlicher nicht zugeben, dass man letztlich doch dran Spaß hatte. Denn so richtig cool waren sie nie, die schaumgebremst swingenden Klänge in der Kirche. Matthias Krampe, der umtriebige Landeskantor der Evangelischen Kirche in Österreich, der mit dem von ihm geleiteten Albert-Schweitzer-Chor auch vor komplexen Werken der Neuen Musik nicht zurückschreckt, hat einen neuen, interessanten Weg der Verbindung von Jazz-Klängen und sakraler Musik gewählt. Krampes 18-stimmiger Chor und die mit Gitarrist John Arman, Kontrabassist Hans Strasser und Schlagzeuger Wolfgang Rainer besetzte Band von Vibrafonist und Arrangeur Flip Philipp verschmelzen Bachsche Kontrapunktik mit modernem Groove. Die größtenteils auch im Original des Barockmeisters vorhandenen alterierten Akkorde spitzen in "jazziger" Manier die Musik zu und formen ein unverhofft lebendiges, frisches Klangbild. Das Projekt entstand anlässlich der Verabschiedung von Michael Bünker als Bischof der Evangelischen Kirche in Österreich. Einerseits wollte das Ensemble - Bünkers Wunsch entsprechend - Bachs berühmte Motette "Jesu, meine Freude" aufgreifen, andererseits stand der Bischof wie wenige andere für gelebten Glauben in unserer Gegenwart. Zudem interpretiert Carole Alston als Vokalsolistin englischsprachige Ausschnitte des Textes.

Gestaltung: Helmut Jasbar

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