Dresden, Luftangriff, Februar 1945

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Der Untergang einer Stadt - V

Alliierte Luftangriffe auf Dresden im Februar 1945.

Bis in den Herbst des Jahres 1944 war die im östlichen Deutschland gelegene 600.000 Einwohner-Stadt Dresden von Bombenangriffen der Alliierten verschont geblieben. Der wichtige (Rüstungs-)Industrie- und Wirtschaftsstandort galt als einer der letzten intakten Garnisonstädte sowie Verkehrs- bzw. Eisenbahnknotenpunkte NS-Deutschlands. Dresden lag an einer der Durchgangsstrecken für Deportationszüge in die Vernichtungslager im Osten und war für Truppentransporte an die Ostfront von strategischer Bedeutung.

Nach vorausgegangenen Einzelangriffen durch westalliierte Bomberdivisionen wurde das aufgrund seiner barocken Baudenkmäler berühmte "Florenz an der Elbe" in vier Luftangriffswellen von 13. bis 15. Februar 1945 sowie bei weiteren Angriffen im März und April großflächig zerstört. Dem flächendeckenden Bombenhagel durch britische und amerikanische Streitkräfte fielen bis zu 25.000 Menschen zum Opfer. Um die Bombardierung dieser Stadt entstanden hartnäckige Legenden, insbesondere um vermeintliches Abregnen von Phosphor sowie um angebliche Tiefangriffe auf Flüchtende, die auf Behauptungen in der NS-Propaganda aber auch auf Fehldeutungen von Zeitzeug/innen zurückzuführen sind.

Das in Dresden wie bei anderen deutschen Städten angewandte strategische Flächenbombardement durch die britische Royal Air Force ("Area Bombing Directive") war bereits damals rechtlich und ethisch umstritten, da dadurch in erster Linie nicht die kriegsrelevante Infrastruktur als vielmehr die Zivilbevölkerung getroffen wurde.

Gestaltung: Rosemarie Burgstaller

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