Günther Freitag über eine verkrachte Künstlerehe

"Bacons Schatten". Von Günther Freitag. Es liest: Daniel Doujenis.

Als Maler ist der Erzähler in Günther Freitags neuem Romanprojekt gescheitert. Schon bald nach der Akademie hat sich seine Hoffnung zerschlagen, in der Kunstszene Fuß zu fassen. Was er malt , erinnert an Francis Bacon. Weshalb sich jedes Bild in diese Richtung entwickelt, bleibt unklar. Weil die Menschen für ihn wie Figuren aus Bacons Albtraumgalerie sind oder doch, weil er zu keiner eigenen Position gefunden hat? fragt sich der in Leoben lebende Autor Günther Freitag, der letztes Jahr den Roman "Mahlers Taktstock" veröffentlichte. Sein neuer Roman soll den Titel "Bacons Schatten" tragen.

Der Zynismus des Erzählers, kombiniert mit Selbstmitleid, entfremdet ihn schließlich auch seiner Partnerin, die seine Lethargie nicht länger erträgt. Marie geht, wie die Kapitelüberschrift lautet, - er lehnt sich nicht dagegen auf.

Gestaltung: Ilse Amenitsch

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Günther Freitag, "Marie geht" aus "Bacons Schatten", Manuskript

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