Bäume

ORF/JOSEPH SCHIMMER

Wie vermehren sich Bäume?

Bäume als sexuelle Wesen.
Der Forstwissenschafter Thomas Geburek spricht über die Vermehrung von Waldbäumen.
Teil 4: Vom Samen zum Sämling
Gestaltung: Maria Harmer

Samen, Pollen, Blüten - nicht unbedingt Worte, die man sofort mit heimischen Waldbäumen in Verbindung bringt. Männlich, weiblich und zwittrig wahrscheinlich noch weniger. Doch alle Bäume haben Blüten, auch wenn diese häufig nicht auffallen. Und dort sind die Stempel mit den Samenanlagen und den Staubgefäßen, in denen der Blütenstaub, der auch Pollen genannt wird, enthalten ist. Die Befruchtung der Blüten erfolgt bei den Bäumen durch Insekten oder durch den Wind. Aus den befruchteten Samenanlagen entwickeln sich die Samen.

Es gibt Bäume, die männliche und weibliche Blüten besitzen. Bei anderen Baumarten kommen auf einem Exemplar nur männliche beziehungsweise weibliche Blüten vor. Und es gibt sogenannte "Zwitter", das heißt, jede einzelne Blüte ist männlich und weiblich zugleich.
Nach der Befruchtung entwickeln sich Samen: bei Nadelbäumen in den Zapfen, bei Laubbäumen in den Früchten. Eicheln, Kastanien und Bucheckern haben alle genetischen Informationen in sich gespeichert und benötigen "nur" einen guten Platz, um zu einem großen und starken Baum heranzuwachsen. Immer geht es um den Fortbestand der Art, immer darum, zu viele verwandte Exemplare auf engem Raum zu verhindern und immer auch um die Vermeidung von "Inzest".

Der Klimawandel und eingeschleppte Krankheitserreger und Schädlinge stressen die heimischen Waldbäume. Thomas Geburek vom Institut für Waldgenetik am Bundesforschungszentrum für Wald untersucht nicht nur die Genome und die Vermehrung, sondern er züchtet langfristig auch resistente Exemplare.

Service

GESPRÄCHSPARTNER:

Univ.-Prof. Dr.Dr. Thomas Geburek
Bundesforschungszentrum für Wald (BFW)
Leiter des Instituts für Waldgenetik


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